Weihnachtsgeschichten

Die Weihnachtszeit ist für Kinder und viele Erwachsene einer der Höhepunkte des Jahres. Die Häuser werden festlich geschmückt und in den winterlichen Straßen scheint ein Zauber aufzuleben, den man das ganze Jahr über sehnsüchtig erwartet. Doch worin besteht der Zauber? Welche unsichtbare Kraft vereint die Menschen in der Weihnachtszeit und woraus besteht dieses universale Band?

Das Wesentliche an Weihnachten ist nicht mehr das christliche Brauchtum, über dessen Bedeutung das Fest längst hinausgewachsen ist. Vielmehr durchdringt es jeden Aspekt des Lebens. Vor allem veranlasst dieses Fest die Familien dazu, zueinander zu finden und sich Geborgenheit und Wärme zu schenken. Währenddessen finden die Menschen oft Raum, um sich von den belastenden Bedingtheiten des Lebens zu lösen und auf eine höhere Stufe der Bewusstwerdung zu gelangen: der Besinnung.

In diesem vom restlichen Jahr entrückten Abschnitt kann man eine völlig neue Perspektive auf die Welt einnehmen, sich dabei von den festgefahrenen eigenen Vorstellungen trennen und seine Persönlichkeit weiterentwickeln. An Weihnachten wird der Mensch zum Suchenden. Er schreitet auf den inneren Pfad seiner Seele, was sein Leben in eine völlig neue Richtung lenken kann.

Um Dir, lieber Leser, bei Deiner eigenen Suche zu helfen und Dir dabei wertvolle Impulse zu geben, haben wir für Dich diese vielfältige Sammlung an Weihnachtsgeschichten zusammengestellt. Heutzutage musst Du keine Bücher mehr wälzen. Das Durchstöbern unserer Seite reicht aus. Und das Beste daran: Unsere Geschichten bilden fast das ganze menschliche Erfahrungsspektrum ab: sie beglücken und machen Dich stark, sie spenden Geborgenheit, erzählen von Liebe und Leid und regen zum Nachdenken an.

Wir wünschen Dir und Deinen Lieben ein wundervolles Weihnachtsfest und ganz viel Spaß beim Lesen oder Vorlesen unserer Geschichten!

Weihnachtsgeschichten

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Hinweis: Mache Dir unsere Weihnachtsgeschichten Liste zu Nutze. Sie zeigt eine kleine Auswahl aus unserer Sammlung. Noch mehr Geschichten findet Ihr über unser Inhaltsverzeichnis.

Inhaltsverzeichnis

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  1. Neue Weihnachtsgeschichten
  2. Die schönsten Weihnachtsgeschichten
  3. Adventsgeschichten
  4. Besinnliche Weihnachtsgeschichten
  5. Christliche Weihnachtsgeschichten
  6. DIE Weihnachtsgeschichte
  7. Kurze Weihnachtsgeschichten
  8. Lustige Weihnachtsgeschichten
  9. Nikolausgeschichten
  10. Schöne Weihnachtsgeschichten
  11. Traurige Weihnachtsgeschichten
  12. Weihnachtsgeschichten für Kinder
  13. Weihnachtsgeschichten zum Nachdenken
  14. Weihnachtsmärchen
  15. Weihnachtsgeschichte eintragen

1. Neue Weihnachtsgeschichten

An dieser Stelle präsentieren wir Euch immer die fünf neuesten Geschichten, die auf unserer Seite eingetragen wurden.

Hinweis: Jeder von Euch kann mitmachen und unsere Sammlung weiter komplettieren.

Der Weihnachtsabend
Erstes Kapitel
Marley’s Geist

Marley war todt, damit wollen wir anfangen. Ein Zweifel darüber kann nicht stattfinden. Der Schein über seine Bestattung wurde von dem Geistlichen, dem Küster, dem Leichenbesorger und den vornehmsten Leidtragenden unterschrieben. Scrooge unterschrieb ihn und Scrooge’s Name wurde auf der Börse respektirt, wo er ihn nur hinschrieb. Der alte Marley war so todt wie ein Thürnagel.

Merkt wohl auf! Ich will nicht etwa sagen, daß ein Thürnagel etwas besonders Todtes für mich hätte. Ich selbst möchte fast zu der Meinung geneigt sein, ein Sargnagel sei das todteste Stück Eisenwerk auf der Welt. Aber die Weisheit unsrer Altvordern liegt in dem Gleichnisse und meine unheiligen Hände sollen sie dort …weiter lesen

Autor: Charles DickensKategorie: Weihnachtsromane

Die Geschichte des armen Verwandten
Es war ihm sehr peinlich, daß er vor so vielen geachteten Familienmitgliedern den Vorrang haben und als erster mit den Geschichten beginnen sollte, die sie, in fröhlichem Kreis um den weihnachtlichen Kamin versammelt, sich erzählen wollten. Er wandte bescheiden ein, daß es richtiger wäre, wenn "John, unser verehrter Gastgeber" (auf dessen Gesundheit er sich zu trinken gestatte), freundlicherweise den Anfang machen würde. Denn was ihn selbst beträfe, meinte er, wäre er so wenig daran gewöhnt, der erste zu sein, daß wirklich ... Aber da hier alle riefen, daß er beginnen müsse, und alle einstimmig dafür waren, daß er beginnen könne, dürfe und solle, hörte er schließlich auf, sich die Hände zu reiben, zog seine …weiter lesen

Autor: Charles DickensKategorie: Besinnliche Weihnachtsgeschichten

Ein Weihnachtsgast
Einer von denjenigen, welche als Kavaliere auf Ekeby gelebt hatten, war der kleine Ruster, der Noten transponieren und Flöte spielen konnte. Er war aus niederem Stande und arm, ohne Heimat und ohne Angehörige. Es kamen schwere Zeiten für ihn, als die Kavalierschar sich zerstreute. Er hatte nun nicht länger Pferd und Wagen, weder Pelz noch Eßkorb. Er mußte zu Fuß von Hof zu Hof gehen und trug seine Habe in einem blaugewürfelten Baumwollenschnupftuche eingeknotet. Den Rock knüpfte er bis unter das Kinn zu, damit keiner sehen konnte, wie es mit Hemd und Weste bestellt war, und in seinen weiten Taschen verwahrte er seine kostbarsten Güter: die auseinandergeschrobene Flöte, die flache Taschenflasche und die Notenfeder.

Sein Beruf …weiter lesen

Autor: Selma LagerlöfKategorie: Adventsgeschichten

Die heilige Nacht
Als ich fünf Jahre alt war, hatte ich einen großen Kummer. Ich weiß kaum, ob ich seither einen schwereren erlitten habe.

Es war damals, als meine Großmutter starb. Tag für Tag hatte sie bis dahin in ihrem Zimmer auf dem Ecksofa gesessen und Märchen erzählt.

Ich kann es mir gar nicht anders vorstellen, als daß Großmutter dasaß und vom Morgen bis zum Abend erzählte und erzählte, während wir Kinder ganz still neben ihr saßen und lauschten. Es war ein herrliches Leben. Und es gab keine Kinder, die es so schön hatten wie wir. Sonst weiß ich nicht mehr viel von meiner Großmutter. Ich entsinne mich nur, daß sie schönes, schlohweißes Haar hatte, daß sie mit tiefgebeugtem Rücken einherging, und daß sie immer dasaß und …weiter lesen

Autor: Selma LagerlöfKategorie: Christliche Weihnachtsgeschichten

Der selbstsüchtige Riese
Jeden Nachmittag, wenn sie aus der Schule kamen, pflegten die Kinder in des Riesen Garten zu gehen und dort zu spielen.

Es war ein großer, lieblicher Garten mit weichem, grünem Gras. Hier und da standen über dem Gras schöne Blumen wie Sterne, und es waren dort zwölf Pfirsichbäume, die im Frühling zarte, rosige und perlfarbene Blüten hatten und im Herbst reiche Früchte trugen. Die Vögel saßen auf den Zweigen und sangen so süß, daß die Kinder ihre Spiele unterbrachen, um ihnen zu lauschen. "Wie glücklich sind wir hier!" riefen sie einander zu.

Eines Tages kam der Riese zurück. Er hatte seinen Freund Oger in Cornwall besucht und war sieben Jahre bei ihm gewesen. Als die sieben Jahre vorbei waren, hatte er alles …weiter lesen

Autor: Oscar WildeKategorie: Adventsgeschichten
Hinweis: Dies sind die neuesten 5 von insgesamt 165 Geschichten aus unserer Sammlung.

2. Die schönsten Weihnachtsgeschichten

Was gibt es für Erwachsene und Kinder Schöneres, als sich in der kalten Adventszeit gemütlich einzukuscheln und weihnachtliche Geschichten zu lesen bzw. vorgelesen zu bekommen? Auch Du hast Lust, in die faszinierende Weihnachtswelt einzutauchen? Kein Problem! In der Liste unten haben wir einige der schönsten Weihnachtsgeschichten gesammelt. Vom "Weihnachtsabend" - einem etwas längeren Roman von Charles Dickens - über die biblische Weihnachtsgeschichte bis hin zum Märchen "Das Sternenkind" steht Dir eine breite Vielfalt an Lesestoff zur Verfügung. Viel Spaß damit!

3. Adventsgeschichten

Du suchst weihnachtliche Geschichten rund um das Thema Advent? Auf Bücher hast Du aber keine Lust? Dann bist Du hier genau an der richtigen Adresse!

Die Vorweihnachtszeit ist nicht nur aufgrund ihrer besinnlichen Atmosphäre und der Vorfreude auf das bevorstehende Weihnachtsfest für viele Menschen die schönste Zeit des ganzen Jahres. Gerade deshalb sollte man die eigene Stimmung mit weihnachtlicher Wärme bereichern. Unsere tollen Adventsgeschichten können ihren Teil dazu beitragen, denn sie verschönern die Adventszeit auf liebevolle Art und Weise.
Jedes Weihnachtsfest ist etwas ganz Besonderes und mit unseren stimmungsvollen Adventsgeschichten wird auch die ohnehin schon wundervolle Vorweihnachtszeit und jeder einzelne Advent zu etwas Unvergesslichem.

Der allererste Weihnachtsbaum
Der Weihnachtsmann ging durch den Wald. Er war ärgerlich. Sein weißer Spitz, der sonst immer lustig bellend vor ihm herlief, merkte das und schlich hinter seinem Herrn mit eingezogener Rute her.

Er hatte nämlich nicht mehr die rechte Freude an seiner Tätigkeit. Es war alle Jahre dasselbe. Es war kein Schwung in der Sache. Spielzeug und Eßwaren, das war auf die Dauer nichts. Die Kinder freuten sich wohl darüber, aber quieken sollten sie und jubeln und singen, so wollte er es, das taten sie aber nur selten.

Den ganzen Dezembermonat hatte der Weihnachtsmann schon darüber nachgegrübelt, was er wohl Neues erfinden könne, um einmal wieder eine rechte Weihnachtsfreude in die Kinderwelt zu bringen, eine Weihnachtsfreude, an der auch …weiter lesen

Autor: Herman Löns

Eine Weihnachtsreise ins altpreußische Land
Da es in meiner Erinnerung Winter ist, so kommen mir Bilder von einer Winterreise, die ich vielleicht in meinem sechsten oder siebenten Jahre mit meinen Eltern zu den Großeltern mütterlicher Seite nach Altpreußen gemacht. Es waren wohlstehende, aber schlichte Bürgersleute, die ihre alten Tage mit einer unverheiratet gebliebene Tochter in einem Landstädtchen verlebten. Man muss so ein ostpreußisches Städtchen im Winter gesehen haben und an einem trüben Abende, nach weiter Reise durch eingeschneite Felder, Wälder und über gefrorene Seen; man muss da in eine Herberge hinein gefahren und über Nacht geblieben sein, um in der Seele zu begreifen, was es mit dem nordischen Kleinbürgerleben und mit der winterlichen Symbolik bereits in …weiter lesen

Autor: Bogumil Goltz

Eine Weihnachtsgeschichte
"O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit!" klang es von frischen Kinderstimmen und einer tiefen, klaren Frauenstimme durch die Räume des Thalbacher Pfarrhauses. Als der letzte Ton verhallt, war's ein paar Augenblicke still in dem gemütlich warmen Wohnzimmer. Aber nicht lange!
"Warten wir nie meine Leidenschaft sein, auch wenn ich Methusalems Alter erreichen sollte!" hub Karl, der dreizehnjährige Gymnasiast an, der gestern zu den Ferien heimgekommen war.
"Es ist aber doch so notwendig, dass man warten lernt", erwiderte Lenchen mit weiser Miene; "wer diese köstliche Kunst nicht verstände, sagte die Mutter neulich, der käme ihr vor, wie ein Mensch, der ein Buch lesen wolle, ohne …weiter lesen

Autor: Dora Schlatter

Eine Weihnachtsbescherung
Der Eisenbahnzug lief über Heide- und Moorland Norddeutschlands. Ab und zu pfiff er mit einem melancholischen Ton in den grauen Dezembernachmittag hinein und hielt an einer kleinen Dorfstation; dann schob er langsam, mit seinem schwarzen Qualm den kahlen Winterboden fegend, weiter. Die Gegend dehnte sich endlos tellerflach zu beiden Seiten. Am Horizont dunkle Waldstriche, zuweilen rechts und links in der Weite enge ärmliche Strohdächer, sonst nichts. Es war eine trübselige, tote Landschaft.
Der Zug war ein "gemischter", eigentlich nur ein Güterzug mit zwei eingeschalteten Personenwagen. Er rechnete nicht auf viel Passagiere, täuschte sich darin auch selten und heut, am Weihnachtsabendtage besonders nicht. Da und dort …weiter lesen

Autor: Wilhelm Jensen

Die Legende von dem Zaunkönig und der Zaunkönigin
"Großmutter, wirst du uns heute erzählen, wie Zaunkönig Weihnachten feiert?"
Die Kinder rückten näher heran, und ihre fröhlichen Augen glänzten erwartungsvoll. Aber Großmutter nickte nicht sofort Gewährung, sondern ließ zuerst ihren Strickstrumpf in den Schoß sinken und wehrte mit beiden Händen die Ungestümen von sich ab.
"An den Tisch, ihr Kinder. Aber fein ruhig und ordentlich! Paulchen, du willst wohl die Lampe umwerfen? - Und wie steht es mit den Schulsachen, Karl und Emma?"
Karl lachte. Ja, was dachte Großmutter denn nur? Hätten die Kinder wohl gewagt, den Oberstock zu betreten, welchen sie im elterlichen Hause bewohnte, wenn nicht alles klipp und klar gewesen wäre? Die Kinder liebten die …weiter lesen

Autor: Hedwig Dransfeld
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4. Besinnliche Weihnachtsgeschichten

Wer kennt das nicht? Alle Jahre wieder dasselbe: Weihnachten - die vermeintlich schönste Zeit des Jahres - wird oft von Stress, Hektik und unzähligen Vorbereitungen sowie Terminen beherrscht. Während die To-do-Liste unaufhaltsam länger wird, wird der Stresspegel auch immer höher.

Um zu entschleunigen und sich auf Weihnachten einzustimmen, kommen sie gerade richtig: Besinnliche Weihnachtsgeschichten. Sowohl Erwachsene als auch die Kleinen haben große Freude daran. Die wahre Bedeutung von Weihnachten wird uns wieder vor Augen geführt und Stress und Hektik lösen sich in besinnliche Vorfreude auf – für ein entspanntes und wunderschönes Weihnachtsfest.

Das Geheimnis der Mischung
Während draußen vor den Fenstern die Menschen in schwarzem Gedränge sich vorüberschoben, als wäre die ganze Stadt in Bewegung und Aufruhr, lagerte die Stimmung schläfriger Langweile innerhalb der grell erleuchteten Mauern eines geräumigen Kaffeehauses. Nur zwei von den wenigen Gästen schienen diese Stimmung nicht zu teilen. Sie saßen in einer Ecke des weiten Saales an einem kleinen Tisch. Der eine von ihnen, der in seinem Äußern den vermöglichen Mann verriet, trug schon das Grau des Alters über der hohen Stirne. Ruhiger Ernst war der Ausdruck seines glattrasierten Gesichtes und seine stahlblauen Augen hafteten mit gespannt forschenden Blicken auf den heftig erregten, wie in Fieberröte brennenden Zügen seines Gegenübers. Das …weiter lesen

Autor: Ludwig Ganghofer

Zwei Weihnachtsgeschichten
Nun kam es immer, immer näher, das Weihnachtsfest. Auch im Dorfe unten fing man an, sich schon dafür zu rüsten. Kinder kamen mit Körbchen herauf in den Wald und holten Tannenzweige. "Zum Schmücken", sagte die Muhme Tanne. "Damit schmücken sie die Stuben aus."
Aus dem Schornstein des Bäckerhauses stieg den ganzen Tag ein dicker schwarzer Rauch auf, ein Zeichen, dass da mächtig gebacken wurde. Das Rotkehlchen und Frau Tannenmeise konnten denn auch gar nicht genug erzählen von den herrlichen braunen, süßduftenden Kuchen, die durch die Dorfstraßen getragen wurden.
"Hoffentlich wird man nicht vergessen, uns dazu einzuladen", meinte Frau Tannenmeise.
Auch dem roten Postauto unten auf der Landstraße …weiter lesen

Autor: Sophie Reinheimer

Der Mistelbusch
Auf dem Felde draußen stand ein wilder Apfelbaum.
Man darf sich nicht weiter darüber wundern, dass der Apfelbäum wild war. Denn - nun: du wirst ja gleich hören.
"Herr Apfelbaum - Sie sind aber ein gelungener Kerl! Sie gehen ja mit Mistelbüschen hausieren statt mit Äpfeln! Ha ha ha -," lachten die roten Mohnblumen im Felde.
"Fein bist du raus - Brüderle," rief nun auch der Kirschbaum von der Allee herüber. "Ich hab' schon gedacht, mein Wirtshaus wär' recht gut besetzt! Aber solche Dauer-Stammgäste wie du - nein - die hat wahrlich nicht jeder anzuweisen. Ha ha ha!"
Wenn der Apfelbaum gekonnt hätte, so wäre er noch wilder geworden über solche Reden. So sagte er nur erbost: "Wer den Schaden …weiter lesen

Autor: Sophie Reinheimer

Die Geschichte vom Tannenbäumchen
"Tante Luise", sagte am andern Abend Mathildchen, "was erzählst Du uns denn heute für eine Geschichte? Weißt Du denn noch etwas?"
"Ja freilich weiß ich noch etwas, hört mir nur zu!" "Ach, Tante", sagte das Mathildchen wieder, "es dauert doch gar zu lange bis das Christkind kommt, ich kann es kaum noch aushalten und werde ganz ungeduldig." "Ungeduldig? das musst Du Dir vergehen lassen. Höre nur wie geduldig das Tannenbäumchen war und wie es stille wartete, bis sein Zeit kam, denn die Geschichte, die ich heute erzähle, kommt in unserm Garten vor!"
Die Kinder stützten ihre kleinen Ellenbogen auf der Tante Knie und sie begann:
"Es war einmal ein schöner großer …weiter lesen

Autor: Luise Büchner

Unter dem Tannenbaum
Es war das Arbeitszimmer eines Beamten. Der Eigentümer, ein Mann in den Vierzigern, mit scharf ausgeprägten Gesichtszügen, aber milden, lichtblauen Augen unter dem schlichten, hellblonden Haar, saß an einem mit Büchern und Papieren bedeckten Schreibtisch; damit beschäftigt, einzelne Schriftstücke zu unterzeichenen, welche der danebenstehende alte Amtsbote ihm überreichte. Die Nachmittagssonne des Dezembers beleuchtete eben mit ihrem letzten Strahl das große, schwarze Tintenfass, in das er dann und wann die Feder tauchte. Endlich war alles unterschrieben.
"Haben Herr Amtsrichter sonst noch etwas?" fragte der Bote, indem er die Papiere zusammenlegte. - "Nein, ich danke Ihnen." - "So habe ich die Ehre, …weiter lesen

Autor: Theodor Storm
mehr besinnliche Weihnachtsgeschichten

5. Christliche Weihnachtsgeschichten

Allzu leicht wird Weihnachten zu einem Fest des Konsums degradiert und viele anstehende Erledigungen im Advent verhindern das Innehalten und Genießen dieser magischen Zeit.

Mit christlichen Weihnachtsgeschichten besinnt sich der Leser auf die ursprüngliche Botschaft der Geburt Christi zurück. Die Freude darüber, dass Gott seinen Sohn auf die Erde geschickt hat, steht wieder im Vordergrund und begleitet die Festvorbereitungen und den Heiligen Abend.

Hier haben wir einige christliche Weihnachtsgeschichten für Dich zusammengetragen:

Gelobet seist du, Jesus Christ
Es war Weihnachtsabend des Jahres 1703. Der Vater Knesebeck, angesehener Ratskämmerer der Stadt Rostock, saß am hellen Kamin in seinem roten, plüschenen Sessel. Sein weißes Haupt ruhte an der hohen Rückenlehne. Zu seinen Seiten saßen seine betagte Hausfrau und seine Tochter. Auf dem Tisch vor ihnen aber standen zwei leuchtende Kerzen, und aufgeschlagen lag die heilige Schrift. alles war still. Unser Leben währet siebenzig Jahre, und wenn's hoch kommt, sind's achtzig Jahre - beim Vater Knesebeck war's höher gekommen, denn 82 Jahre war die Zeit seiner Pilgrimschaft. Und wenn jetzt draußen um die Türme der alten Stadt Rostock der kalte Dezemberwind pfiff und die Wetterfahnen knarrten: er hörte nichts davon. Seit zehn Jahren war er …weiter lesen

Autor: Dora Schlatter

Die Christblume
Einsam ist die Blume, von der ich euch heute erzählen will. Sie kennt nicht die frohen Tage des Frühlings noch die duftreichen Nächte des Sommers. Keine flüsternden Gefährtinnen wachsen neben ihr auf, kein Vogel singt sie in Träume. In Schnee und Eis muss sie schauen, der Nordwind streicht über sie hin, und das eintönige Krächzen der Rabenvögel ist ihre Musik.
Und doch ist sie weiß und zart wie nur eine ihrer Schwestern; anmutig wächst sie aus dem Kranze grüner Blätter empor, und ihr tiefer Kelch hütet die Geheimnisse der Blumen. Und sie fühlt keinen Winterschmerz! Still und stolz steht sie in ihrer Kraft. Sie weiß das sie begnadet ist: die einzige Blume, die im Winter blühen darf, die einzige Blume, die das heilige …weiter lesen

Autor: Paula Dehmel

Der Stern der Mitte
Ein weiser Mann aus dem Morgenland hatte nach Jahren mühseliger Arbeit aus den Gesteinen der Erde einen Stern zusammengesetzt, in dem die feinsten Kräfte des Lebens gebannt waren. Was dem Weisen Schönes und Wertvolles begegnet war, hatte er in Kristallen verwandelt und dem Sterne eingefügt.
Als der Wunderstern vollendet war, ließ er auf der Landstraße, die von Mekka nach Medina führt, eine prächtige Schau- und Kaufhalle errichten. Hoch oben in der Kuppel befestigte er seinen Stern. Um ihn her liefen goldene Lettern, die in einer fremden Sprache folgenden Spruch trugen:

Weib oder Mann,
sieh mich gläubig an,
dann leuchtet tief,
was verborgen schlief,
dann wird zum Kern der Dinge Gestalt,
dann wird zur Ohnmacht fremde …weiter lesen

Autor: Paula Dehmel

Das Paket des lieben Gottes
Nehmt eure Stühle und eure Teegläser mit hier hinter an den Ofen und vergeßt den Rum nicht. Es ist gut, es warm zu haben, wen man von der Kälte erzählt.

manche Leute, vor allem eine gewisse Sorte Männer, die etwas gegen Sentimentalität hat, haben eine starke Aversion gegen Weihnachten. Aber zumindest ein Weihnachten in meinem leben ist bei mir wirklich in bester Erinnerung. Das war der Weihnachtsabend 1908 in Chicago.

Ich war anfangs November nach Chicago gekommen, und man sagte mir sofort, als ich mich nach der allgemeinen Lage erkundigte, es würde der härteste Winter werden, den diese ohnehin genügend unangenehme Stadt zustande bringen könnte. Als ich fragte, wie es mit den Chancen für einen Kesselschmied stünde, sagte …weiter lesen

Autor: Berthold Brecht

Weihnachten im Sommer
Es ist ein strahlender Sommertag. Wir sind bei meinem Onkel Hermann in Weißenstein. Die Luft ist voll Rosen -, Lilien - und Lindenblütenduft. Wir sollen abends ein Kirchenkonzert für Onkels Arme geben. Die Tage sind voll wichtiger Vorbereitungen gewesen; Programme sind gemacht, Liedertexte umgedichtet, damit sie für die Kirche brauchbar sind. Her Kappel, der junge Orgelspieler, hat atemlos mit uns proben und arbeiten müssen.
Alles ist schön und festlich, nur liegt dieser Tage ein Streit zwischen mir und meinen beiden Vettern in der Luft. Sie haben mich und meine Freundin tief beleidigt durch ein Gedicht, worin sie unsere uns so heilige Freundschaft verspotteten. Das Gedicht schließt mit dem Refrain: "Zwei Paar Schuhe, Herzen: …weiter lesen

Autor: Monika Hunnius
mehr christliche Weihnachtsgeschichten

6. DIE Weihnachtsgeschichte

Es gibt viele Weihnachtsgeschichten aber nur DIE Weihnachtsgeschichte. Gemeint ist die Version aus dem sprichwörtlichen Buch der Bücher: der Bibel. Die darin enthaltene Geschichte ist im Textabschnitt Lk 2,1–20 zu finden und wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder leicht geändert, da die Bibel mehrfach überarbeitet wurde.
Wir haben versucht, den Lauf der Dinge für Euch zu dokumentieren und haben deshalb zahlreiche Texte aus diversen Bibelversionen zusammengetragen, die Ihr im Folgenden findet:

Die Weihnachtsgeschichte
Die Geburt Jesu

Es geschah aber in jenen Tagen, daß eine Verordnung vom Kaiser Augustus ausging, den ganzen Erdkreis einzuschreiben. Die Einschreibung selbst geschah erst, als Kyrenius Landpfleger von Syrien war. Und alle gingen hin, um sich einschreiben zu lassen, ein jeder in seine eigene Stadt. Es ging aber auch Joseph von Galiläa, aus der Stadt Nazareth, hinauf nach Judäa, in Davids Stadt, welche Bethlehem heißt, weil er aus dem Hause und Geschlecht Davids war, um sich einschreiben zu lassen mit Maria, seinem verlobten Weibe, welche schwanger war. Und es geschah, als sie daselbst waren, wurden ihre Tage erfüllt, daß sie gebären sollte; und sie gebar ihren erstgeborenen Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine …weiter lesen

Autor: Lukas 2,1-20 (Elberfelder Bibel von 1905)

Die Weihnachtsgeschichte
Jesu Geburt

Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Cyrenius Landpfleger von Syrien war. Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.
Da machte sich auch auf Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum daß er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf daß er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die ward schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, da sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine …weiter lesen

Autor: Lukas 2,1-20 (Lutherbibel von 1912)

Die Weihnachtsgeschichte
ES begab sich aber zu der zeit / Das ein Gebot von dem Keiser Augusto ausgieng / Das alle Welt geschetzt würde. Und diese Schatzung war die allererste / und geschach zur zeit / da Kyrenius Landpfleger in Syrien war. Und jederman gieng / das er sich schetzen liesse / ein jglicher in seine Stad.
Da machet sich auff auch Joseph / aus Galilea / aus der stad Nazareth / in das Jüdischeland / zur stad Dauid / die da heisst Bethlehem / Darumb das er von dem Hause und geschlechte Dauid war / Auff das er sich schetzen liesse mit Maria seinem vertraweten Weibe / die war schwanger. Und als sie daselbst waren / kam die zeit / das sie geberen solte. Und sie gebar jren ersten Son / Und wickelt jn in Windeln / und leget jn in eine Krippen / Denn sie …weiter lesen

Autor: Lukas 2,1-20 (Lutherbibel von 1545)

Die Weihnachtsgeschichte
Damals befahl der Kaiser Augustus, alle Bewohner des Römischen Reiches zu zählen und in Steuerlisten einzutragen. Es war das erste Mal, dass solch eine Volkszählung durchgeführt wurde. Sie geschah, als Quirinius Statthalter der Provinz Syrien war. So ging jeder in die Stadt, aus der er stammte, um sich eintragen zu lassen. Auch Josef machte sich auf den Weg. Er gehörte zur Nachkommenschaft Davids und musste deshalb aus der Stadt Nazaret in Galiläa nach der Stadt Bethlehem in Judäa reisen, um sich dort mit Maria, seiner Verlobten, eintragen zu lassen. Maria war schwanger, und als sie in Bethlehem waren, kam für sie die Zeit der Entbindung. Sie brachte ihr erstes Kind zur Welt. Es war ein Sohn. Sie wickelte ihn in Windeln und legte …weiter lesen

Autor: Lukas 2,1-20 (Neue evangelistische Übersetzung)

Die Weihnachtsgeschichte
Der Stammbaum Jesu

Buch des Ursprungs Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams. Abraham zeugte Isaak, Isaak aber zeugte Jakob, Jakob aber zeugte Juda und seine Brüder, Juda aber zeugte Perez und Serach von der Tamar, Perez aber zeugte Hezron, Hezron aber zeugte Ram, Ram aber zeugte Amminadab, Amminadab aber zeugte Nachschon, Nachschon aber zeugte Salmon, Salmon aber zeugte Boas von der Rahab, Boas aber zeugte Obed von der Rut, Obed aber zeugte Isai, Isai aber zeugte David, den König, David aber zeugte Salomo von der Frau des Uria, Salomo aber zeugte Rehabeam, Rehabeam aber zeugte Abija, Abija aber zeugte Asa, Asa aber zeugte Joschafat, Joschafat aber zeugte Joram, Joram aber zeugte Usija, Usija aber zeugte Jotam, Jotam aber …weiter lesen

Autor: Matthäus 1,1-25 (Elberfelder Bibel von 1905)
mehr Versionen der Weihnachtsgeschichte

7. Kurze Weihnachtsgeschichten

Bald ist Weihnachten. Doch auch das Fest der Besinnung und der ruhigen Stunden kann hektisch werden, besonders wenn es um den Einkauf der Geschenke geht. Um die schönen Seiten des Weihnachtsfestes vor Augen zu haben und um sich schnell zwischendurch in Weihnachtsstimmung zu bringen, eignen sich kurze Weihnachtsgeschichten ideal. Unsere Kurzgeschichten lassen schon nach wenigen Minuten alle Probleme vergessen und entfachen Freude auf den schönsten Jahresabschnitt in Dir.

Nun freut euch, lieben Christen g'mein
Das, meine ich, ist doch ein rechtes Christtagslied: "Nun freut euch, lieben Christen g'mein, und lasst uns fröhlich springen, dass wir getrost und all in ein mit Lust und Liebe singen, was Gott an uns gewendet und seine süße Wundetat; gar teu'r hat er's erworben." - Wie klingt doch schön die süße Wundertat! Aber es war einmal ein Bürger zu Mansfeld, da, wo die nachmals berühmten Grafen ihren Sitz hatten, dem klang's nicht schön, anfänglich nämlich, hernach ging's besser.
Es war gleich nach der Reformationszeit, da wanderte ein Magister Cyriacus Spangenberg auf Mansfeld, wie die Nachricht meldet, und nahm Quartier im Kloster daselbst. Es war aber dieser treffliche Mann der Sohn des Pfarrherrn zu Eisleben, Johannes …weiter lesen

Autor: Dora Schlatter

Weihnachten in der Speisekammer
Unter der Türschwelle war ein kleines Loch. Dahinter saß die Maus Kiek und wartete.
Sie wartete bis der Hausherr die Stiefel aus- und die Uhr aufgezogen hatte; sie wartete, bis die Mutter ihr Schlüsselkörbchen auf den Nachttisch gestellt und die schlafenden Kinder noch einmal zugedeckt hatte; sie wartete auch noch, als alles dunkel war und tiefe Stille im Hause herrschte. Dann ging sie.
Bald wurde es in der Speisekammer lebendig. Kiek hatte die ganz Mäusefamilie benachrichtigt. Da kam Miek die Mäusemutter mit den fünf Kleinen, und Onkel Grisegrau und Tante Fellchen stellten sich auch ein.
"Frauchen, hier ist etwas Weiches, Süßes," sagte Kiek leise vom obersten Brett herunter zu Miek, "das ist etwas für die …weiter lesen

Autor: Paula Dehmel

Am Weihnachtsmorgen 1772
Christtag früh. Es ist noch Nacht, lieber Kestner, ich bin aufgestanden, um bei Lichte morgens wieder zu schreiben, das mir angenehme Erinnerungen voriger Zeiten zurückruft; ich habe mir Coffee machen lassen, den Festtag zu ehren, und will euch schreiben, bis es Tag ist. Der Türmer hat sein Lied schon geblasen, ich wachte darüber auf. Gelobet seist du, Jesus Christ! Ich hab diese Zeit des Jahrs gar lieb, die Lieder, die man singt, und die Kälte, die eingefallen ist, macht mich vollends vergnügt. ich habe gestern einen herrlichen Tag gehabt, ich fürchtete für den heutigen, aber der ist auch gut begonnen, und da ist mir's fürs Enden nicht angst.

Der Türmer hat sich wieder zu mir gekehrt; der Nordwind bringt mir seine Melodie, als …weiter lesen

Autor: Johann Wolfgang von Goethe

Eine Verlassene
Weihnachten! Ein Kreis hat sich zusammengefunden, um Weihnachten in die Hütten der Armen und Verlassenen zu tragen. Wir haben uns in einem Schullokal versammelt, haben unsere Pakete gemacht, bekommen unsere Adressen, unser Tannenbäumchen und werden einem jungen Kandidaten der Theologie zugeteilt, der uns führen und den Armen die Weihnachtsandacht halten soll. Der Postschlitten wartet draußen, es ist ein eisiger Winternachmittag. Außer mit und den Kandidaten fahren noch zwei junge Mädchen mit uns. Man kann in der Kälte schwer atmen. Der Kandidat sagt dem Kutscher eine Adresse, der brummt unzufrieden: "Das ist ja ganz aus der Stadt heraus", murmelt er, "da wohnen ja nur die Ärmsten, dort sind ja gar keine Häuser mehr, …weiter lesen

Autor: Monika Hunnius

Eine Weihnachtsfahrt
Wir waren wieder einmal auf unseren Weihnachtsfahrten zu den Armen. Unser Weg führte uns auch dieses Mal in einen der entferntesten Vororte Rigas. Wir hielten vor einem hohen Steinhaus, wo wir mit unserem Weihnachtsbäumchen eine arme Frau aufsuchen wollten. Eine Nachbarin wies uns eine Steintreppe hinauf, die wir mühsam emporkletterten, und wir standen bald in einem großen, dunklen Zimmer, das von einer Petroleumlampe kaum erhellt wurde. Als wir die Tür öffneten, konnte man zuerst fast nichts in dem dunklen Raum unterscheiden. Ein entsetzlicher Geruch schlug uns entgegen. Als unsere Augen sich an die Dämmerung gewöhnt hatten, erkannten wir die Ursache des furchtbaren Geruchs, der von faulen Tierhäuten herkam, die zum Trocknen von …weiter lesen

Autor: Monika Hunnius
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8. Lustige Weihnachtsgeschichten

Es ist schon wieder soweit: Weihnachten steht vor der Tür. Ein Zeitabschnitt voll Liebe, Zuneigung und besinnlicher Stunden. Dabei sollte der Spaß aber nie zu kurz kommen. Denn auch in ruhigen Stunden ist ein Lachen die beste Lösung für Probleme, die plötzlich so klein erscheinen. Lehn Dich zurück und lache mit uns über witzige Weihnachtsgeschichten, die Freude und Stille sowie Lachen und Schweigen in dieser besinnlichen Zeit versuchen, unter einen Hut zu bekommen.

Brad Schmidt und das fehlende Geschenk
Es war einmal ein nicht mehr ganz junger Mann, sagen wir mal so knapp über Mitte 30, der alles kannte, nur keine Selbstzweifel. Da er aber wusste, dass es – vor allem bei den Frauen – gut ankommt, sich selbst gelegentlich infrage zu stellen, täuschte er zuweilen vor, ein an den großen Menschheitsfragen – Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Wer wird deutscher Meister? – verzweifelnder Softie zu sein, der nicht mehr weiß, ob das, was er tut, auch das Richtige sei. Aber nach jeder Prüfung seiner selbst, kam er immer wieder zu dem Schluss, dass er ein ganz toller Hecht sein muss – so perfekt, wie er war. Blendend aussehend, hyperintelligent, voller Witz und Esprit. Kurzum, der nicht mehr ganz so junge Mann hielt sich im Kern für …weiter lesen

Autor: unbekannt

Wie der Engel auf die Christbaumspitze kam
Es war vor langer Zeit, kurz vor Weihnachten, als der Weihnachtsmann sich auf den Weg zu seiner alljährlichen Reise machen wollte, aber nur auf Probleme stieß.

Vier seiner Elfen feierten krank und die Aushilfs-Elfen kamen mit der Spielzeug-Produktion nicht nach. Der Weihnachtsmann begann schon den Druck zu spüren, den er haben würde, wenn er aus dem Zeitplan geraten sollte. Dann erzählte ihm seine Frau dass ihre Mutter sich zu einem Besuch angekündigt hatte.

Die Schwiegermutter hat dem armen Weihnachtsmann gerade noch gefehlt. Als er nach draußen ging, um die Rentiere aufzuzäumen bemerkte er, dass 3 von ihnen hochschwanger waren und sich zwei weitere aus dem Staub gemacht hatten, der Himmel weiß wohin. Welche …weiter lesen

Autor: unbekannt

Warum es keinen Weihnachtsmann gibt
Keine bekannte Spezies der Gattung Rentier kann fliegen. Aber es gibt 300.000 Spezies von lebenden Organismen, die noch klassifiziert werden müssen, und obwohl es sich dabei hauptsächlich um Insekten und Bakterien handelt, schließt dies nicht mit letzter Sicherheit fliegende Rentiere aus, die nur der Weihnachtsmann bisher gesehen hat.

Es gibt 2 Milliarden Kinder (Menschen unter 18) auf der Welt. Aber da der Weihnachtsmann (anscheinend) keine Moslems, Hindus, Juden und Buddhisten beliefert, reduziert sich seine Arbeit auf etwa 15% der Gesamtzahl - 378 Millionen Kinder (laut Volkszählungsbüro). Bei einer durchschnittlichen Kinderzahl von 3,5 pro Haushalt ergibt das 91,8 Millionen Häuser. Wir nehmen an, daß in jedem Haus mindestens …weiter lesen

Autor: unbekannt

Rudolf, das Rentier mit der roten Nase
Santa Claus lebt nahe dem Nordpol im "Spielzeugland". Dort hat Santa eine große Fabrik, in der alle großen Spielsachen für die Kinder gebaut werden. Natürlich kann Santa Claus die vielen Spielzeuge nicht alleine bauen. Er hat ganz viele kleine Helfer, die Engel. Also erzählt er ihnen, welches Spielzeug er für jeden Jungen und jedes Mädchen braucht. In der Umgebung von "Spielzeugland" leben sehr viele Rentiere. Das sind kräftige Tiere mit großen Geweihen auf ihren Köpfen. Spaß rund ums Weihnachtsfest gibt es bei www.weihnachten-im-web.de

Spaß rund ums Weihnachtsfest gibt es bei www.weihnachten-im-web.de Aber eins von den Rentieren ist oftmals sehr, sehr unglücklich. Es ist nicht so stark wie die anderen …weiter lesen

Autor: unbekannt

Alltag im Advent
Nicht nur wir Normalbürger haben mit der Polizei zu tun.
Auch einem Nikolaus kann es passieren, dass er mit einem ganz irdischen "Blauen" in Kontroversen kommt.
So wartete am Montagabend, dem berühmten 6. Dezember, ein Streifenbeamter der Polizei an einem ganz gewöhnlichen kleinen Auto, das der Fahrer völlig unvorschriftsmäßig und keck in ein deutlich bezeichnetes Parkverbot gestellt hatte. Der Polizist, - es war nicht gerade in der kritischen Innenstadt - war eben am überlegen, ob er seinen Block mit vorgedruckten Aufforderungen, sich auf dem Revier zu melden, ziehen solle, aber da es so kalt war, ließ er die Hände lieber in den Handschuhen. Unschlüssig stand er, ob er besser weitergehen oder amtliche Kenntnis zu …weiter lesen

Autor: unbekannt
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9. Nikolausgeschichten

Die Vorweihnachtszeit ist für viele Kinder die spannendste Zeit des Jahres. Jeden Tag kribbelt es mehr zu erfahren, welche Geschenke unter dem Weihnachtsbaum zu entdecken sein werden. Neben dem Adventskalender und weihnachtlichen Motiven sind es vor allem Geschichten, die den Zauber von Weihnachten einläuten.
Nikolausgeschichten sind hier besonders beliebt und tragen dazu bei, die Vorfreude auf das Fest noch mehr zu steigern.

Die Gestalten rund um Weihnachten sind es, die das Fest so bezaubernd machen. Engel, das Christkind, Hirten und ihre Tiere faszinieren Kinder ganz besonders. Der Nikolaus hat einen ganz hohen Stellenwert bei Mädchen und Jungen und lässt Kinderaugen funkeln. Schließlich soll er es sein, der seine Rentiere vor den Schlitten spannt und die Geschenke bringt. Deshalb sind Nikolausgeschichten von dem weißen alten Mann mit rotem Mantel, Zipfelmütze und Rauschebart ein Klassiker, der in der Vorweihnachtszeit nicht fehlen darf.

Nikolause
Es war Niklausabend-Tag, und soeben hatte der Bäcker ein großes Kuchenblech voll frischgebackener Nikolause aus dem Ofen gezogen.
Die Augen standen ihnen - dass Gott erbarm! - so dick wie Froschaugen aus dem Kopfe heraus. Eine Nase hatte der Bäcker überhaupt für überflüssig gehalten - auch Ohren. Der Mund aber saß dem einen rechts - dem andern links, und hatte eine
verzweifelte Ähnlichkeit mit den Westenknöpfen.
Von den Armen und Beinen gar nicht zu reden! Was kümmerten die den Bäcker? Er hatte ja alle seine vier Glieder - und nicht zu knapp! Die Nikolause, die würde er auf alle Fälle verkaufen, ob sie nun wulstige oder spindeldürre Arme - gerade Beine oder nur zwei zugespitzte Klumpen hatten.
Zuerst waren nun die …weiter lesen

Autor: Sophie Reinheimer

Die Geschichte vom Kräutchen Eigensinn
Der kleine Georg war trotz der schönen Erzählungen der Tante beim Schlafengehen sehr unartig und sehr eigensinnig gewesen, da sagte ihm die Mama: "Nimm Dich nur in Acht, sonst bringt Dir der Nikolaus zu Weihnachten eine Rute vom Kräutchen Eigensinn!"
Als nun die Kinder am andern Abend wieder bei der Tante saßen, da sagte Mathildchen: "Liebe Tante, erkläre mir doch, was eine Rute vom Kräutchen Eigensinn ist." Der Georg saß bei dieser Frage mäuschenstill und guckte mit den großen, blauen Augen auf seine Schuhe, als ob er sie noch nie gesehen hätte, die Tante aber antwortete: "Das sind die allergefährlichsten Ruten, die es gibt, um die darf das gute Christkind keine roten Bänder und kein Flittergold …weiter lesen

Autor: Luise Büchner

Die Geschichte vom Knecht Nikolaus
So war nun also das Christkindlein da und wurde von Frau Holle und den Engelein mit der größten Zärtlichkeit gepflegt. Waren sie vorher fleißig gewesen, so wurde sie es jetzt noch viel mehr. Den ganzen Tag arbeiten sie für das Kind, das mit erstaunlicher Schnelle heranwuchs, im Frühjahr bereits sprechen und laufen konnte und als der Sommer herum gegangen, schon fast so groß war, wie die Mägdlein drunten im Tal, wenn sie das erste Mal zum Tanz unter die Linde gehen. Die Engelein fingen Sonnen- und Mondesstrahlen, haschten die Morgennebel und die feinsten Spinnwebe, die zu finden waren. Daraus fertigten sie Christkindskleider und einen langen, faltigen Schleier, den sie mit glänzenden Tautropfen bestickten. - Je mehr das Christkind …weiter lesen

Autor: Luise Büchner

Die Geschichte vom Christkind und Nikolaus
Nun war die gute Frau Holle froh, denn jetzt hatte sie einen Knecht für ihr Christkindchen gefunden, und zugleich einen Gehilfen für die Menge von Geschäften, die es auf Weihnachten gibt. Zuerst machte sie nun mit den Engelchen zwei wunderschöne Körbe für den Esel, die wurden aus feinem Stroh geflochten und mit blauen und roten Seidenbändern verziert. Dann holten sie aus der Stadt vom Gerber schönes rotes Leder, davon nähten sie einen Sattel und Zaum und rings herum wurden silberne Glöckchen gesetzt, so dass es immer leise klingelte, wenn das Eselchen sich bewegte. Dem Grauchen gefiel es sehr wohl in dem schönen Stall bei den zwei weißen Kühen und bald hatte es das Christkind fast noch lieber als den Nikolaus, denn es brachte …weiter lesen

Autor: Luise Büchner

Die Geschichte von dem kleinen naseweisen Mädchen
Dem Mathildchen ward die Zeit bis zum Weihnachtsabend gar zu lang; es hatte nirgends mehr Ruhe und Rast, nur so lange die Tante erzählte, blieb es ruhig auf seinem Stühlchen sitzen. Wo eine Schublade oder eine Schranktüre aufgemacht wurde, hatte es blitzschnell den kleinen Blondkopf dazwischen und lauschend und horchend stand es hinter allen Stubentüren. Es knisterte und rumorte aber auch gar verführerisch im Hause herum und für die Nase gab es jeden Augenblick ein neues Bedenken. Bald roch es so süß und gewürzreich, dann wieder nach feuchtem Moos und Tannenharz, oder auch nach ausgeblasenen Wachskerzen. Mir einem Wort, das ganze Haus war erfüllt mit dem wunderbaren, unbeschreiblichen Weihnachtsgeruch, dem zu Liebe die Kinder sich …weiter lesen

Autor: Luise Büchner
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10. Schöne Weihnachtsgeschichten

Es weihnachtet schon wieder und passend dazu sind im Folgenden einige schöne Weihnachtsgeschichten aufgelistet. Diese werden Deinen Abend am Kamin einzigartig gestalten und ein Gefühl von Wärme in die kalte Jahreszeit bringen. Entspann Dich mit unseren weihnachtlichen Geschichten zu denen sowohl alte Klassiker als auch neu verfasste Erzählungen gehören. Kuschel Dich tiefer in Deine wohlig warme Decke ein und freue Dich mit uns auf das wohl schönste Fest des Jahres - Weihnachten.

Weihnachten an der Linie
Der 24. Dezember stieg herauf mit Sonnenschein und Himmelblau. Fast wie ein Frühlingstag war er gestaltet, - so warm lag das Licht auf dem tiefblauen Bergsee, der leise ans Ufer spülte. Freilich schauten auch jetzt die Bergwände herunter in blendendem Weiß. Tief und dicht hüllte der Schneemantel die Erde ein. Kaum guckten die braunen Häuschen aus der Decke hervor; die Tannenäste hingen schwer und müde herunter, die Hecken und Pfähle lagen tief vergraben; - weiß die Hänge, weiß der Talgrund, weiß die Bergköpfe, - blau der Himmel und blau der See. Nur eine Linie unterbrach die Farbenreihe, eine schwarze, schmale Linie, die schwarze Schienenlinie, die sich dem Seeufer nachschlängelt, sich in den Felsen hineingezwängt und in …weiter lesen

Autor: Dora Schlatter

Das vertauschte Weihnachtskind
Klein-Elsbeth war fünf Jahre alt und hatte es recht gut auf der Welt, denn erstens brauchte sie noch nicht in die Schule gehen, zweitens hatte sie in der schönen, großen Wohnung der Eltern ein eigenes Zimmerchen für sich, das voll niedlicher Möbel war, darunter ein Schrank ganz voll Spielsachen, und drittens hatte sie immer Unterhaltung, nämlich ein Fräulein, das immer bei ihr war und sich mit ihr beschäftigte, weil Papa meistens im Geschäft war und Mama viel schlafen und Besuche machen mußte. Wenn aber recht schönes Wetter war, durfte der Kutscher aufspannen, und dann fuhr sie mit Fräulein spazieren.
Na, der Kutscher! Den mochte sie zu gern. Der war immer so spaßig, und wenn er Besorgungen gemacht hatte, brachte er ihr immer …weiter lesen

Autor: Victor Blüthgen

Danke liebes Christkind
"Ach, Mamali, wenn doch das Christkindli bald käme! Und wenn es mir doch brächte, was ich mir so sehr wünsche! Glaubst du, dass es mir's bringt?" so fragte die kleine Jolanda ihr Mütterlein, während es war gebettete in ihrem Schoß saß, das rosige Gesichtchen mit den großen dunklen Augen von den lockigen braunen Haaren umrahmt schaute sehnsuchtsvoll bittend zur Mama empor. "Ja, was wünscht du dir denn so sehnlich mein Liebling," fragte diese und strich mit der Hand über das weiche Haar.
"O siehst du, Mamali, die süße wunderschöne Puppe mit blondem Haar und großen, blauen Augen; aber ich weiß, sie kann sie schließlich und wieder aufmachen. Ich sah sie gestern, als ich mit Käthe an der Warenhalle …weiter lesen

Autor: Dora Schlatter

Marthe und ihre Uhr
Während der letzten Jahre meines Schulbesuchs wohnte ich in einem kleinen Bürgerhause der Stadt, worin aber von Vater, Mutter und vielen Geschwistern nur eine alternde, unverheiratete Tochter zurückgeblieben war. Die Eltern und zwei Brüder waren gestorben, die Schwestern bis auf die jüngste, die einen Arzt am selbigen Ort geheiratet hatte, ihren Männern in entfernte Gegenden gefolgt. So blieb denn Marthe allein in ihrem elterlichen Hause, worin sie sich durch das Vermieten des früheren Familienzimmers und mit Hilfe einer kleinen Rente spärlich durchs Leben brachte. Doch kümmerte es sie wenig, dass sie nur Sonntags ihren Mittagstisch decken konnte; denn ihre Ansprüche an das äußere Leben waren fast keine; eine Folge der strengen …weiter lesen

Autor: Theodor Storm

Weihnacht in Winkelsteg
In der heiligen Christnacht sind die Leute schon wieder von allen Seiten herbeigekommen. Die von den Spanlunten abgefallenen Glühkohlen sind lustig hingeglitten über die Schneekruste wie Sternschnuppen.
Viele Wäldler sind in ihrer Sehnsucht nach der mitternächtigen Feier ein gut Stück zu früh daran. Da die Kirche noch nicht aufgesperrt und es im Freien kalt ist, so kommen sie zu mir in das Schulhaus. Ich schlage Licht und da ist bald die ganz Schulstube voll Menschen. die Weiber haben weiße, bandartig zusammengelegte Tücher um das Kinn und über die Ohren hinaufgebunden. Sie huschen recht um den Ofen herum und blasen in die Finger, um das Frostwehen zu verblasen.
die Männer halten sich fest in ihren Lodengewändern verwahrt. Sie …weiter lesen

Autor: Peter Rosegger
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11. Traurige Weihnachtsgeschichten

Traurige Weihnachtsgeschichten berühren uns oft besonders tief. Sie zeigen uns, worauf es im Leben ankommt und lassen uns die vermeintlich selbstverständlichen Dinge im Leben wieder schätzen. Uns wird wieder bewusst, wie reich uns die Gesellschaft von Familie oder Freunden macht und was es bedeutet, genug zu essen und ein heimeliges Zuhause zu haben. Sie geben uns Anlass, uns in der manchmal hektischen Weihnachtszeit noch einmal auf das Wesentliche zu besinnen. Hier haben wir die schönsten traurigen Weihnachtsgeschichten gesammelt:

Der Geiger
Ein junger Musiker war an mich empfohlen, er war Geiger bei einer Kapelle. Es war nur wenige Wochen vor Weihnachten , als er nach Riga gekommen war. Er stand vor mir, noch fast ein Knabe, es war sein erster Ausflug in die Welt. Freunde von mir, die sich für seine Ausbildung interessierten, schrieben, dass ich mich seiner annehmen sollte. Es war ein schönes, dunkles Knabengesicht, in das ich schaute, als er vor mir stand, mit wunderbaren Augen, die mich halb trotzig, halb ängstlich ansahen. Halb trotzig , halb ängstlich war auch sein ganzes Wesen. Er wollte so gern den Künstler markieren, der seinen hohen Flug beginnt. Aber hinter der wallenden Künstlermähne und den etwas flotten Worten fühlte ich ein ängstlich schlagendes …weiter lesen

Autor: Monika Hunnius

Vom Feuermännchen und der Maus Grisegrau
"Heut will ich euch die Geschichte vom Feuermännchen erzählen", sagte eines Abends unsere gute alte Tante Minna; " sie ist zwar ein bissel gruselig, aber ich will sie euch doch erzählen.
Ihr müsst wissen, zu Hause in Pankenbrück hatten wir einen großen Kachelofen, so einen recht altmodischen grünen Kachelofen. Und blanke Haken hatte er, um nasse Kleider dran aufzuhängen, und eine Warmröhre mit einer Messingtüre hatte er auch.
Darin gab es im Winter Bratäpfel oder ein Töpfchen mit Kaffee für den Fritz und die Grete, wenn sie müde und hungrig vom Schlittschuhlaufen kamen.
Ich sage euch Kinder, es war ein Prachtstück von einem alten Kachelofen!
Und was das herrlichste war, es wohnte ein Feuermännchen drin, …weiter lesen

Autor: Paula Dehmel

Einsam am Heiligen Abend
Jedesmal wenn Weihnachten kommt, muß ich an Herrn Sörensen denken. Er war der erste Mensch in meinem Leben, der ein einsames Weihnachtsfest feierte, und das habe ich nie vergessen können.

Herr Sörensen war mein Lehrer in der ersten Klasse. Er war gut, im Winter bröselte er sein ganzes Frühstücksbrot für die hungrigen Spatzen vor dem Fenster zusammen. Und wenn im Sommer die Schwalben ihre Nester unter den Dachvorsprung klebten, zeigte er uns die Vögel, wie sie mit hellen Schreien hin und her flogen. Aber seine Augen blieben immer betrübt.

Im Städtchen sagten sie, Herr Sörensen sei ein wohlhabender Mann. „Nicht wahr, Herr Sörensen hat Geld?" fragte ich einmal meine Mutter. „Ja, man sagt's." - „Ja ... ich …weiter lesen

Autor: Herman Bang

Wie einer das Eigentliche begreifen lernte
Donnernd fuhr der Zug in die Bahnhofshalle. Langsam packte der junge Student sein Köfferchen und stieg aus. Langsam ging er zum Ausgang. Einen kurzen Augenblick sah er sich um. Dann ging er langsam in die Stadt hinein. Nein, er hatte es nicht eilig, obwohl zu Hause die Mutter und die Schwestern auf ihn warteten.

Seine Gedanken wanderten: Wie anders war es in den Jahren früher gewesen" Da hatte er gar nicht schnell genug aus dem Bahnhof herauskommen können. Hinein in die Droschke nach dem schönen Stadtteil, wo die Eltern wohnten! Dort die hübsche Villa war das Elternhaus. Noch ehe die Droschke richtig hielt, war man heraus. Und Sturm geläutet am Tor! Dann kamen jubelnd die Schwestern. Und die Mutter! Und der Vater, dieser …weiter lesen

Autor: Wilhelm Busch

Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern
Es war entsetzlich kalt. Es schneite, und der Abend dunkelte bereits. Es war der letzte Abend im Jahre, Silvesterabend. In dieser Kälte und in dieser Finsternis ging auf der Straße ein kleines armes Mädchen mit bloßen Kopfe und nackten Füßen. Es hatte wohl Pantoffeln angehabt, als es von zu Hause fortging, aber was konnte das helfen! Es waren sehr große Pantoffeln. Die waren früher von seiner Mutter gebraucht worden, so groß waren sie. Diese Pantoffeln hatte die Kleine verloren, als sie über die Straße eilte, während zwei Wagen in rasender Eile vorüberjagten. Der eine Pantoffel war nicht wieder aufzufinden, und mit dem anderen machte sich ein Knabe aus dem Staube, welcher versprach, ihn als Wiege zu benutzen, wenn er einmal …weiter lesen

Autor: Hans Christian Andersen
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12. Weihnachtsgeschichten für Kinder

Weihnachtsgeschichten zu lesen oder vorgelesen zu bekommen, gehört für viele Erwachsene und Kinder zur Vorweihnachtszeit dazu, stimmen sie doch ganz besonders auf das große Fest ein.

Kinder lieben die Adventszeit besonders. Sie mögen es, wenn es draußen früh dunkel wird und sie die vielen mit Lichtern geschmückten Fenster bewundern können, wenn Plätzchen gebacken werden, Weihnachtslieder gesungen werden und sie beim Schmücken des Weihnachtsbaumes helfen dürfen. Die Kleinen genießen es auch sehr, wenn sie weihnachtliche Geschichten von Erwachsenen vorgelesen bekommen - entweder am Tag bei einer warmen Tasse Tee oder Milch oder auch als Gutenachtgeschichte.

Die folgenden Geschichten sind überaus gut zum Vorlesen oder gemeinsamen Lesen mit Kindern ab ca. 3 - 4 Jahren geeignet:

Eine Erzählung für Kinder
Ein Mädchen und ein Knabe fuhren in einer Kalesche von einem Dorf in das andere. Das Mädchen war fünf und der Knabe sechs Jahre alt. Sie waren nicht Geschwister, sondern Vetter und Base. Ihre Mütter waren Schwestern. Die Mütter waren zu Gast geblieben und hatten die Kinder mit der Kinderfrau nach Hause geschickt.
Als sie durch ein Dorf kamen, brach ein Rad am Wagen, und der Kutscher sagte, sie könnten nicht weiterfahren. Das Rad müsse ausgebessert werden, und er werde es gleich besorgen.
"Das trifft sich gut", sagte die Niania, die Kinderfrau. "Wir sind so lange gefahren, daß die Kinderchen hungrig geworden sind.
Ich werde ihnen Brot und Milch geben, die man uns zum Glück mitgegeben hat."
Es war im Herbst, …weiter lesen

Autor: Leo Tolstoi

Das kleine Schneeflöckchen
Es war Winter, dicke Schneeflocken wirbelten durch die Luft und bedeckten die Stadt mit einer dicken, weißen Decke. In den Fenstern funkelten Kerzenlichter, es wurde gebacken und der Christbaum geschmückt; denn morgen war Heiligabend. Alle freuten sich auf das Weihnachtsfest, Kinder spielten vergnügt im Garten. Auf den Straßen roch es nach frischem Lebkuchen. Doch nicht alle Kinder waren fröhlich. Ein kranker Junge saß mit traurigen Augen am Fenster und beobachtete das Schneetreiben. Er hatte einen Schal um den Hals gewickelt und seine Nase war ganz rot. Während die Kinder draußen ausgelassen Schneeflocken fingen und einen großen Schneemann bauten, musste er in seinem Bett liegen, weil er Schnupfen und Husten hatte.

So saß er …weiter lesen

Autor: unbekannt

Was ist los mit dem Weihnachtsmann?
Dieses Jahr war der Winter recht früh gekommen. Schon im Oktober hatte es gestürmt und war kalt geworden; der erste Schnee fiel bereits in der ersten Novemberwoche. Für den Osterhasen war das ein Grund mehr, diesmal einen schönen, langen Urlaub zu machen, wo die Sonne scheint und man nicht mit kalten Füßen ins Bett musste.

In den letzten Jahren hatte er es immer wieder verpasst, weg zu fliegen. Aber dieses Jahr war alles klar, Flug und Hotel waren gleich nach Ostern gebucht worden - schließlich ist auch der Osterhase nur ein Hase und kein Zauberer, der sich auf einen fliegenden Staubsauger setzen kann. Sein Abflug sollte am 1. Dezember sein, wiederkommen würde er erst nach Neujahr, wenn er sich langsam um die Vorproduktion für …weiter lesen

Autor: unbekannt

Das schönste Geschenk
Nur noch zwei Tage. Heute muß Papa noch arbeiten, aber morgen am heiligen Abend wird er zu Hause sein. Und er hatte versprochen, dass sie alle zusammen rausgehen würden in den Wald. Sie wollten sich zusammen einen schönen Christbaum aussuchen, Papa, Mama, Tom und seine kleine Schwester Sarah.

Es sollte ein schöner Baum sein: Groß, so dass er bis zur Decke der Stube reichte. Und breit, damit er mitten in der Stube stehen konnte. Man wollte sich fast wie draußen fühlen, nur viel wärmer. Er musste natürlich auch viele starke Zweige haben, sonst konnte man ihn ja gar nicht richtig schmücken.

Tom und Sarah waren heute schon einmal in den Wald gegangen - allerdings nicht weit, da hatten sie doch zuviel Angst. Sie wollten sehen, ob …weiter lesen

Autor: unbekannt

Nick möchte das Christkind sehen
Auf seinem Schlitten stand der fünfjährige Nick, halbverdeckt hinter einer dicken Kastanie und starrte in dichtem Schneegestöber unverwandt auf die Wohnzimmerfenster seiner Eltern in dem zweistöckigen Haus gegenüber. Dort musste jetzt bald auf seinem breitkufigen, goldenen Schlitten das Christkind vorbeifahren. Die Mutter hatte nämlich gerade die Wohnzimmertür zugeschlossen, was als sicheres Zeichen dafür galt, dass nun all das Wunderbare hinter der weißgelackten Tür begänne und das Christkind jetzt mit dem Knecht Ruprecht und dem feierlich geschmückten Weihnachtsbaum, den Geschenken von der endlosen Wunschliste des kleinen Nick und dem großen, festlichen Leuchten das Zimmer erfüllen würde.

In den vergangenen Jahren hatte …weiter lesen

Autor: unbekannt
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13. Weihnachtsgeschichten zum Nachdenken

Weihnachten, das Fest der Liebe, ist der Abschnitt im Jahr, bei dem einem besonders warm ums Herz wird. Man genießt die schöne Phase mit den Liebsten. Allerdings kann Weihnachten für manch einen auch sehr traurig sein. Weihnachten heißt nämlich nicht nur Plätzchen backen, schlemmen und schenken, sondern auch jene zu trösten, die über Weihnachten krank oder allein sind. Wer hört oder liest da nicht gerne Weihnachtsgeschichten, die einen zum Nachdenken bringen? Bei uns finden Sie auch bewegende Geschichten für eine winterlich emotionale Zeit, die so manchem schon das Herz geöffnet haben und die Weihnachten bei vielen in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen.

Eisblumen
Nun war draußen nirgendwo mehr eine bunte Blume zu sehen, die Beete im Garten waren mit Tannenzweigen zugedeckt, die Rosenstöcke hatten eine warme Strohkapuze über den Kopf bekommen, und auch die Blumenstöcke vorm Fenster waren verwelkt, und man hatte sie fortgenommen.
"Schade", sagte das Sofa, das so recht behaglich hinter dem großen Esstisch in der Stube stand und gerade auf das Fenster sehen konnte. "Es war so hübsch, wenn die Blumen uns zunickten und uns erzählten, was draußen auf der Straße vor sich ging." Die anderen Möbel fanden das auch. Der Tisch meinte zwar, man solle nicht klagen, denn jetzt fange die gemütliche Zeit für die Stube eigentlich erst an! Im Sommer liefen die Menschen alle fort - …weiter lesen

Autor: Sophie Reinheimer

Der Gärtner und die Herrschaft
Eine Meile von der Hauptstadt entfernt stand ein altes Schloss mit dicken Mauern, Türmen und gezackten Giebeln.

Hier wohnte, jedoch nur in der Sommerzeit, eine reiche, hochadelige Herrschaft. Das Schloss war das Beste und Schönste, was sie hatten. Es stand wie neugegossen von außen da, und drinnen herrschten Gemütlichkeit und Bequemlichkeit. Das Wappen der Familie war über dem Tor in Stein eingehauen und wunderschöne Rosen schlangen sich darum. Ein ganzer Grasteppich breitete sich vor dem Schlosse aus, und da waren Rotdorn und Weißdorn, seltene Blumen, selbst außerhalb vom Treibhaus.

Die Herrschaft hatte auch einen tüchtigen Gärtner. So war es eine große Lust, den Blumengarten und den Obst- und Küchengarten anzusehen. An …weiter lesen

Autor: Hans Christian Andersen

Weihnachten im Maschinenhaus
Weihnachten, Neujahr, Dreikönige. Feste, Feste, Feste ohne Ende. Das war für die Kesselschmiede keine schöne Zeit, damals vor zwanzig Jahren, als ich noch Lehrling war. Zu den Feiertagen wurden die Fabriken stillgesetzt: am Heiligabend wurden die großen Dampfkessel, die sonst das ganze Jahr voll siedendem Wasser und gespanntem Dampf waren, abgeblasen. Damals hatte man noch keine Reservekessel, es mussten auch die Maschinen hergeben, was sie konnten. Aber von Weihnachten bis Dreikönige wurden sie gründlich geputzt und repariert. Da mussten die Metallarbeiter, die Maurer, überhaupt die Handwerker 'ran, vom Heiligabend bis Dreikönige. - Zuerst wurden die Kessel untersucht; wir krochen, die Lampe hocherhoben in einer Hand, die andre …weiter lesen

Autor: Heinrich Lersch

Die heilige Weihnachtszeit
Wenn der Städter über Feiertage etwas Sicheres wissen will, so muss er sich bei den Bauern anfragen. Der städtische Arbeiter genießt den Feiertag, ohne viel darüber nachzugrübeln; der Bauer, der sonst nicht gerade gewohnt ist, den Grund und Zweck der Dinge zu erfassen, will jedoch wissen, warum er rastet, in die Kirche geht oder sich einen Rausch antrinkt. Er hat seine Feiertagswissenschaft und seine Feiertagsstimmung.
Ich will von mir nicht reden, sagt man, wenn man von sich selbst zu reden beginnt. Allein um das zu sagen: Ich war, so lange mich die Bauernfeiertage noch etwas angingen, ein gar radikaler Patron. Mir waren der Kirchenkalender und darin die einzelnen Feste chronologisch zu sehr verschoben. Ich wollte, dass das …weiter lesen

Autor: Peter Rosegger
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14. Weihnachtsmärchen

In den Weihnachtstagen Märchen zu erzählen, sie selbst zu konsumieren oder anderen vorzulesen, ist eine wunderbare Idee, um sich vergnügt der besinnlichen Zeit des Jahres hinzugeben. Und auch vor und nach der Weihnachtszeit sind Märchen rund um den Heiligen Abend eine Quelle für besinnliches Zurückblicken und zum Schwelgen in den zauberhaften Beschreibungen der großen und kleinen Meister der Erzählung.
Hier findet Ihr die schönsten Weihnachtsmärchen, gemacht für verschneite Abende bei Kerzenlicht und warmem Tee. Ob im Kreise der Lieben oder für sich selbst im gemütlichen Sessel. Viel Freude damit!

Der Wegweiser
Da, wo die Landstraße mit noch einer anderen Landstraße zusammentraf, gerade an der Ecke auf der Wiese, stand ein Wegweiser. Es streckte seinen beiden hölzernen Arme aus, der eine zeigte auf die eine, der andere auf die andere Landstraße, und auf jedem der beiden Arme stand geschrieben, wohin die Landstraße führte und wie weit der Weg bis dahin noch sei.
Nach Finkenbach 3 km
Nach Walddorf 5 km
Es war gut, dass der Wegweiser da stand. Denn wer hätte den Leuten, die auf der Landstraße daherkamen und nicht wussten, ob sie gerade oder nach rechts gehen mussten, den Weg zeigen sollen?
Um den Wegweiser herum, auf der Wiese, standen die allerschönsten Blumen. Im Frühling Himmelsschlüsselchen, im Sommer Vergissmeinnicht, Butterblumen …weiter lesen

Autor: Sophie Reinheimer

Der kleine Tannenbaum
Es war einmal ein kleiner Tannenbaum im tiefen Tannenwalde, der wollte so gerne ein Weihnachtsbaum sein. Aber das ist gar nicht so leicht, als man das meistens in der Tannengesellschaft annimmt, denn der heilige Nikolaus ist in der Beziehung sehr streng und erlaubt nur den Tannen als Weihnachtsbaum in Dorf und Stadt zu spazieren, die dafür ganz ordnungsmäßig in seinem Buch aufgeschrieben sind. Das Buch ist ganz erschrecklich groß und dick, so wie sich das für einen guten alten Heiligen geziemt, und damit geht er im Walde herum in den klaren kalten Winternächten und sagt es allen den Tannen, die zum Weihnachtsfeste bestimmt sind. Und dann erschauern die Tannen, die zur Weihnacht erwählt sind, vor Freude und neigen sich dankend und …weiter lesen

Autor: Manfred Kyber

Der Schneemann
Es war einmal ein Schneemann, der stand mitten im tief verschneiten Walde und war ganz aus Schnee. Er hatte keine Beine und Augen aus Kohle und sonst nichts und das ist wenig. Aber dafür war er kalt, furchtbar kalt. Das sagte auch der alte griesgrämige Eiszapfen von ihm, der in der Nähe hing und noch viel kälter war.
"Sie sind kalt!" sagte er ganz vorwurfsvoll zum Schneemann.
Der war gekränkt. "Sie sind ja auch kalt," antwortete er.
"Ja, das ist etwas ganz anderes," sagte der Eiszapfen überlegen.
Der Schneemann war so beleidigt, dass er fort gegangen wäre, wenn er Beine gehabt hätte. Er hatte aber keine Beine und blieb also stehen, doch nahm er sich vor, mit dem unliebenswürdigen Eiszapfen nicht …weiter lesen

Autor: Manfred Kyber

Chamäleon
An einem stürmischen, regnerischen Dezemberabend saß ein junger hübscher Mann in seiner kleinen Stube, und war eben damit fertig geworden, den Christbaum für seine zwei jüngeren, noch unmündigen Geschwister auszuschmücken.
Sinnend weilte sein Blick auf dem mit Streifen, Schlingen, Ketten und Körbchen aus farbigen Papier gezierten Bäumchen, an das er mit Bindfaden die bunten kleinen Sächelchen geheftet hatte, die er heimlich, wie er das ganze Werk betrieb, schon seit einer Woche eingekauft hatte.
Wie er so den Eindruck des Ganzen in sich faßte, tat es ihm wohl, wenn er der herzinnigen Freude gedachte, welche von diesem Bäumchen mit dem Geflatter lustiger Vögel auf seine Geschwister einstürmen sollte.
Aber plötzlich strich …weiter lesen

Autor: Moritz Barach

Weihnachtsmärchen
In einem Häuschen am Eingang eines Waldes lebte ein armer Tagelöhner, der sich mit Holzhauen mühsam sein Brot verdiente. Er hatte eine Frau und zwei Kinder, ein Knäblein und ein Mägdlein. Das Knäblein hieß Valentin und das Mädchen Marie, und sie waren gehorsam und fromm zu der Eltern Freude und halfen ihnen fleißig bei der Arbeit. Als die guten Leute eines Winterabends, da es draußen schneite und wehte, zusammen saßen, da pochte es leise an das Fenster, und ein feines Stimmchen rief draußen: "O lasst mich ein in euer Haus! Ich bin ein armes Kind und habe nichts zu essen und kein Obdach und meine, schier vor Hunger und Frost umzukommen. O lasst mich ein!"
Da sprangen Valentin und Mariechen vom Tisch auf, öffneten die …weiter lesen

Autor: Franz von Pocci
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15. Weihnachtsgeschichte eintragen

Habt Ihr Lust, uns dabei zu helfen, unsere Sammlung an Geschichten weiter wachsen zu lassen? Wir freuen uns über jede helfende Hand! Das Eintragen neuer Geschichten ist auch vollkommen unkompliziert. Mehr erfahrt Ihr, wenn Ihr auf den folgenden Button klickt.

Weihnachtsgeschichte eintragen

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