Weihnachtsgeschichten zum Nachdenken

Obwohl wir im 21. Jahrhundert leben, ist Weihnachten im sogenannten Westen jedes Jahr auf's Neue prÀsent und allgegenwÀrtig. Das liegt mit Sicherheit am warmherzigen christlichen Charakter des Festes an sich. Aber gerade die NÀchstenliebe, die bei vielen Menschen in der Weihnachtszeit deutlicher hervorkommt, stimmt nachdenklich.

Warum bringt man seiner Familie, den Freunden und allen anderen Mitmenschen nicht das ganze Jahr ĂŒber Liebe und RĂŒcksicht entgegen? Gerade an Weihnachten beginnen viele Erwachsene erst an die zu denken, die es nicht so gut haben, wie man selbst. Ja, in dieser besinnlichen Zeit ist man einander einfach nĂ€her als sonst. Die Hektik des Alltags und die Anforderungen des Lebens rĂŒcken fĂŒr einen Moment ein StĂŒck weit nach hinten.
Es entsteht Ruhe und Raum zur Besinnung auf die wichtigen Dinge im Leben. Das macht diese Festlichkeit, derer sich viele erfreuen, aus.
Nimmt man den christlichen Glauben ernst, so erfreut man sich zu Weihnachten ĂŒber die Geburt Christi und der Tatsache, dass der "Retter" in die Welt geboren wurde. Gott wurde klein und zerbrechlich, wie ein Baby, um bei seinen Menschen zu sein.

Geschichten können Menschen so viele Impulse geben und sie zum Nachdenken anregen. Das versuchen auch die Werke auf dieser Seite. Ob sie Euch erreichen steht in den Sternen. Aber schon allein die Tatsache, dass Ihr diesen Text gerade lest ist aller Ehren wert.

Tiefgang und Besinnung sind wesentliche Aspekte der nachfolgenden Geschichten. Lasst sie auf Euch wirken. Laute und stille Fragen werden vielleicht beim Lesen aufkommen. Und das ist auch gut so - weil gewollt!

Weihnachtsgeschichten zum Nachdenken

Eisblumen
Nun war draußen nirgendwo mehr eine bunte Blume zu sehen, die Beete im Garten waren mit Tannenzweigen zugedeckt, die Rosenstöcke hatten eine warme Strohkapuze ĂŒber den Kopf bekommen, und auch die Blumenstöcke vorm Fenster waren verwelkt, und man hatte sie fortgenommen.
"Schade", sagte das Sofa, das so recht behaglich hinter dem großen Esstisch in der Stube stand und gerade auf das Fenster sehen konnte. "Es war so hĂŒbsch, wenn die Blumen uns zunickten und uns erzĂ€hlten, was draußen auf der Straße vor sich ging." Die anderen Möbel fanden das auch. Der Tisch meinte zwar, man solle nicht klagen, denn jetzt fange die gemĂŒtliche Zeit fĂŒr die Stube eigentlich erst an! Im Sommer liefen die Menschen alle fort - …
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Autor: Sophie Reinheimer

Der GĂ€rtner und die Herrschaft
Eine Meile von der Hauptstadt entfernt stand ein altes Schloss mit dicken Mauern, TĂŒrmen und gezackten Giebeln.

Hier wohnte, jedoch nur in der Sommerzeit, eine reiche, hochadelige Herrschaft. Das Schloss war das Beste und Schönste, was sie hatten. Es stand wie neugegossen von außen da, und drinnen herrschten GemĂŒtlichkeit und Bequemlichkeit. Das Wappen der Familie war ĂŒber dem Tor in Stein eingehauen und wunderschöne Rosen schlangen sich darum. Ein ganzer Grasteppich breitete sich vor dem Schlosse aus, und da waren Rotdorn und Weißdorn, seltene Blumen, selbst außerhalb vom Treibhaus.

Die Herrschaft hatte auch einen tĂŒchtigen GĂ€rtner. So war es eine große Lust, den Blumengarten und den Obst- und KĂŒchengarten anzusehen. An …
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Autor: Hans Christian Andersen

Weihnachten im Maschinenhaus
Weihnachten, Neujahr, Dreikönige. Feste, Feste, Feste ohne Ende. Das war fĂŒr die Kesselschmiede keine schöne Zeit, damals vor zwanzig Jahren, als ich noch Lehrling war. Zu den Feiertagen wurden die Fabriken stillgesetzt: am Heiligabend wurden die großen Dampfkessel, die sonst das ganze Jahr voll siedendem Wasser und gespanntem Dampf waren, abgeblasen. Damals hatte man noch keine Reservekessel, es mussten auch die Maschinen hergeben, was sie konnten. Aber von Weihnachten bis Dreikönige wurden sie grĂŒndlich geputzt und repariert. Da mussten die Metallarbeiter, die Maurer, ĂŒberhaupt die Handwerker 'ran, vom Heiligabend bis Dreikönige. - Zuerst wurden die Kessel untersucht; wir krochen, die Lampe hocherhoben in einer Hand, die andre …weiter lesen

Autor: Heinrich Lersch

Die heilige Weihnachtszeit
Wenn der StĂ€dter ĂŒber Feiertage etwas Sicheres wissen will, so muss er sich bei den Bauern anfragen. Der stĂ€dtische Arbeiter genießt den Feiertag, ohne viel darĂŒber nachzugrĂŒbeln; der Bauer, der sonst nicht gerade gewohnt ist, den Grund und Zweck der Dinge zu erfassen, will jedoch wissen, warum er rastet, in die Kirche geht oder sich einen Rausch antrinkt. Er hat seine Feiertagswissenschaft und seine Feiertagsstimmung.
Ich will von mir nicht reden, sagt man, wenn man von sich selbst zu reden beginnt. Allein um das zu sagen: Ich war, so lange mich die Bauernfeiertage noch etwas angingen, ein gar radikaler Patron. Mir waren der Kirchenkalender und darin die einzelnen Feste chronologisch zu sehr verschoben. Ich wollte, dass das …
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Autor: Peter Rosegger

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