Weihnachtsgeschichten für Kinder
Weihnachten ist das Fest der Liebe, der Besinnlichkeit und nicht zuletzt das Fest der Kinder. Was gibt es Schöneres als das Leuchten von Kinderaugen und die Vorfreude der Kleinen auf das Christkind oder den Weihnachtsmann? Weihnachtsgeschichten für Kinder gehören in diesen besinnlichen Abschnitt des Jahres einfach mit dazu und erfreuen nicht nur die Kleinsten.
Ob vorlesen oder selber lesen: Wenn bestimmte Geschichten zu Weihnachten schon die Kindheit begleiten, wird sich der Erwachsene ein Leben lang daran erinnern und in schönen Kindheitserinnerungen schwelgen. Beginnend im Advent bis hin zum eigentlichen Weihnachtsfest sind Weihnachtsgeschichten für Kleinkinder und ältere Kinder ein idealer Begleiter. Ob am Morgen nach dem Aufstehen, am Nachmittag an einem ungemütlichen Wintertag, am Abend als Gute-Nacht-Geschichte oder zur Bescherung am Tannenbaum.
Leckereien und süße Verführungen begleiten uns in der Regel durch die gesammte Adventszeit. Wie wäre es denn, wenn der Adventskalender mal nicht die obligatorische Schokolade enthält, sondern jeden Tag eine Weihnachtsgeschichte? Ob besinnlich, lustig oder traurig: Überrasche Deinen Nachwuchs, kuschele Dich mit ihm und einer Tasse Tee auf dem Sofa ein und erfreut Euch gemeinsam 24 Tage lang mit einer schönen Weihnachtsgeschichte. Leuchtende Kinderaugen sind garantiert!
Inhaltsverzeichnis
- Weihnachtsgeschichten für Kleinkinder und Kinder
- Weihnachtsgeschichten für verschiedene Entwicklungsstufen
- Vorlesekompetenz entwickeln und fördern
- Wie Kinder Geschichten verarbeiten und verstehen
- Weihnachtsgeschichten in verschiedenen Medienformaten
- Weihnachtsgeschichten als Ausgangspunkt für kreative Aktivitäten
- Umgang mit schwierigen Themen in kindlichen Weihnachtsgeschichten

Weihnachtsgeschichten für Kleinkinder und Kinder
Hier findet Ihr zahlreiche weihnachtliche Geschichten, die für Kinder ab ca. 3-4 Jahren geeignet sind.
Sollte in der folgenden Auswahl keine passende Geschichte vorhanden sein, schaut Euch doch noch unsere Weihnachtsmärchen an. Dort sind ebfalls zahlreiche Werke zu finden, die sich sowohl für Kinder als auch Erwachsene eignen.
Eine Erzählung für Kinder
Autor: Leo Tolstoi
Ein Mädchen und ein Knabe fuhren in einer Kalesche von einem Dorf in das andere. Das Mädchen war fünf und der Knabe sechs Jahre alt. Sie waren nicht Geschwister, sondern Vetter und Base. Ihre Mütter waren Schwestern. Die Mütter waren zu Gast geblieben und hatten die Kinder mit der Kinderfrau nach Hause geschickt.
Als sie durch ein Dorf kamen, brach ein Rad am Wagen, und der Kutscher sagte, sie könnten nicht weiterfahren. Das Rad müsse ausgebessert werden, und er werde es gleich besorgen.
"Das trifft sich gut", sagte die Niania, die Kinderfrau. "Wir sind so lange gefahren, daß die Kinderchen hungrig geworden sind.
Ich werde ihnen Brot und Milch geben, die man uns zum Glück mitgegeben hat."
Es war im Herbst, …weiter lesen
Das kleine Schneeflöckchen
Autor: unbekannt
Es war Winter, dicke Schneeflocken wirbelten durch die Luft und bedeckten die Stadt mit einer dicken, weißen Decke. In den Fenstern funkelten Kerzenlichter, es wurde gebacken und der Christbaum geschmückt; denn morgen war Heiligabend. Alle freuten sich auf das Weihnachtsfest, Kinder spielten vergnügt im Garten. Auf den Straßen roch es nach frischem Lebkuchen. Doch nicht alle Kinder waren fröhlich. Ein kranker Junge saß mit traurigen Augen am Fenster und beobachtete das Schneetreiben. Er hatte einen Schal um den Hals gewickelt und seine Nase war ganz rot. Während die Kinder draußen ausgelassen Schneeflocken fingen und einen großen Schneemann bauten, musste er in seinem Bett liegen, weil er Schnupfen und Husten hatte.
So saß er …weiter lesen
Was ist los mit dem Weihnachtsmann?
Autor: unbekannt
Dieses Jahr war der Winter recht früh gekommen. Schon im Oktober hatte es gestürmt und war kalt geworden; der erste Schnee fiel bereits in der ersten Novemberwoche. Für den Osterhasen war das ein Grund mehr, diesmal einen schönen, langen Urlaub zu machen, wo die Sonne scheint und man nicht mit kalten Füßen ins Bett musste.
In den letzten Jahren hatte er es immer wieder verpasst, weg zu fliegen. Aber dieses Jahr war alles klar, Flug und Hotel waren gleich nach Ostern gebucht worden - schließlich ist auch der Osterhase nur ein Hase und kein Zauberer, der sich auf einen fliegenden Staubsauger setzen kann. Sein Abflug sollte am 1. Dezember sein, wiederkommen würde er erst nach Neujahr, wenn er sich langsam um die Vorproduktion für …weiter lesen
Das schönste Geschenk
Autor: unbekannt
Nur noch zwei Tage. Heute muß Papa noch arbeiten, aber morgen am heiligen Abend wird er zu Hause sein. Und er hatte versprochen, dass sie alle zusammen rausgehen würden in den Wald. Sie wollten sich zusammen einen schönen Christbaum aussuchen, Papa, Mama, Tom und seine kleine Schwester Sarah.
Es sollte ein schöner Baum sein: Groß, so dass er bis zur Decke der Stube reichte. Und breit, damit er mitten in der Stube stehen konnte. Man wollte sich fast wie draußen fühlen, nur viel wärmer. Er musste natürlich auch viele starke Zweige haben, sonst konnte man ihn ja gar nicht richtig schmücken.
Tom und Sarah waren heute schon einmal in den Wald gegangen - allerdings nicht weit, da hatten sie doch zuviel Angst. Sie wollten sehen, ob …weiter lesen
Nick möchte das Christkind sehen
Autor: unbekannt
Auf seinem Schlitten stand der fünfjährige Nick, halbverdeckt hinter einer dicken Kastanie und starrte in dichtem Schneegestöber unverwandt auf die Wohnzimmerfenster seiner Eltern in dem zweistöckigen Haus gegenüber. Dort musste jetzt bald auf seinem breitkufigen, goldenen Schlitten das Christkind vorbeifahren. Die Mutter hatte nämlich gerade die Wohnzimmertür zugeschlossen, was als sicheres Zeichen dafür galt, dass nun all das Wunderbare hinter der weißgelackten Tür begänne und das Christkind jetzt mit dem Knecht Ruprecht und dem feierlich geschmückten Weihnachtsbaum, den Geschenken von der endlosen Wunschliste des kleinen Nick und dem großen, festlichen Leuchten das Zimmer erfüllen würde.
In den vergangenen Jahren hatte …weiter lesen
Was der Weihnachtsmann allen fleißigen und artigen Kindern verspricht
Autor: Louise Anklam
Hört, ihr lieben Kinder, recht aufmerksam zu! Ihr wißt alle, welch froher Zeit wir entgegensehen.
Nur wenig Wochen noch, und der herrliche Weihnachtsabend ist wieder da! Nicht wahr, das ist der schönste Abend im ganzen Jahr?
Wißt ihr kleinen Schelme aber auch, was der liebe, heilige Christ von euch verlangt, wenn er euch recht viele schöne Spielsachen bringen soll und alles, was euer kleines Herz erfreut?
Der liebe Gott will, daß ihr euch so vieler Güte wert macht, stets fleißig und folgsam euren lieben Eltern und Lehrern seid, und diese nie durch Unart und Trägheit erzürnt. Er verlangt ferner, daß ihr eure kleinen Herzen reinhaltet von jeder geheimen Sünde. Nie sollt ihr es vergessen, wenn ihr unrecht denkt oder …weiter lesen
Der Weihnachtsabend
Autor: Louise Anklam
Weihnachten ist die schönste Zeit des ganzen Jahres, so denkt ihr lieben Kinder alle! –Und ihr habt auch recht, lange vorher werden wir daran erinnert, daß das Fest der Freuden naht. –Überall auf freien Plätzen und auch in den Straßen sind große und kleine Weihnachtsbäume aufgestellt, und wie herrlich sind die Schaufenster mit ihren prächtigen Puppen und schönen Spielwaren.
Neugierig seht ihr Kleinen auf, wenn eure liebe Mama mit Paketen beladen nach Hause kommt und damit in die Weihnachtsstube eilt, oder die geheimnisvollen Einkäufe sorgfältig in ihren großen Wäscheschrank verschließt. Wie schade, denkt ihr, wenn wir nur das Papier ein klein wenig auseinandermachen und sehen könnten, ob für uns etwas darin ist? …weiter lesen
Des Königs Weihnacht
Autor: Ludwig Bechstein
Wo jetzt der Dom zu Frankfurt steht, stand schon zu König Ludwig des Deutschen Zeiten eine Kapelle, die hier der Rudtlint, wie auch später zu St. Salvator, und war der heiligen Jungfrau Maria und Karl dem Großen geweiht. Ludwig der Deutsche feierte das Weihnachtsfest in seiner Pfalz zu Frankfurt am Main, und berief dorthin eine Reichsversammlung. Da geschah es, daß der Teufel in Gestalt eines Priesters und guten Geistes zu Ludwigs Sohne, Karl, trat, und zu ihm sagte: "Siehe, du bist der Jüngste unter deinen Brüdern, und dein Vater will das Reich deinem Bruder Karlmann geben, das doch dir von Gott bestimmt ist, und will dich verderben, solches will Gott nicht leiden." Karl aber entsetzte sich vor der Versuchung und eilte in …weiter lesen
Weihnachtsgeschichten für verschiedene Entwicklungsstufen
Kinder durchlaufen in ihren ersten Lebensjahren enorme Entwicklungsschritte. Ihre Fähigkeit, Geschichten zu verstehen, verändert sich grundlegend. Eine Geschichte, die für ein Dreijähriges perfekt ist, langweilt ein Siebenjähriges oder überfordert ein Einjähriges. Die Auswahl altersgerechter Weihnachtsgeschichten ist entscheidend für positive Erlebnisse.
Säuglinge und Kleinkinder (0-2 Jahre):
In diesem Alter verstehen Kinder noch keine komplexen Handlungen. Was zählt, sind Rhythmus, Klang und die Stimme der vorlesenden Person. Weihnachtsgeschichten für diese Altersgruppe sind eher rhythmische Verse oder einfache Bilderbücher mit großen, klaren Illustrationen. Der Inhalt ist zweitrangig - wichtiger ist die emotionale Verbindung, die durchs Vorlesen entsteht. Wiederholungen sind nicht langweilig, sondern beruhigend. Das Kind lernt, dass bestimmte Laute bestimmten Bildern zugeordnet sind. Ein Buch über einen Weihnachtsbaum wird durch Zeigen und Benennen zum Lernerlebnis. Die Vorlesezeit ist vor allem Beziehungszeit - Nähe, Wärme und die ungeteilte Aufmerksamkeit der Eltern sind das eigentliche Geschenk.
Kindergartenkinder (3-5 Jahre):
Jetzt beginnt das eigentliche Geschichtenverständnis. Kinder können einfachen Handlungen folgen, verstehen Ursache und Wirkung und entwickeln Empathie für Charaktere. Geeignet sind Geschichten mit klarer Struktur: Anfang, Mitte, Ende. Die Handlung sollte linear sein, ohne komplizierte Rückblenden oder Parallelerzählungen. Hauptcharaktere sollten eindeutig sein - das brave Kind, das hilfsbereite Tier, der freundliche Weihnachtsmann. Kinder in diesem Alter lieben Wiederholungen innerhalb der Geschichte und hören ihre Lieblingsgeschichten immer wieder. Sie stellen während des Vorlesens viele Fragen und wollen Details erklärt haben. Geschichten über Warten, Vorfreude und kleine Abenteuer sprechen diese Altersgruppe besonders an.
Grundschulkinder (6-9 Jahre):
Mit Schuleintritt verändert sich das Verständnis grundlegend. Kinder können nun komplexere Handlungen verfolgen, mehrere Charaktere unterscheiden und auch subtilere emotionale Zustände erfassen. Sie beginnen, Motive zu verstehen - warum handelt jemand so? Sie können sich in verschiedene Perspektiven hineinversetzen. Geschichten dürfen jetzt auch kleine Spannungsmomente enthalten, allerdings sollte die Auflösung schnell und positiv erfolgen. Kinder in diesem Alter lieben Geschichten über Freundschaft, über das Lösen von Problemen und über Kinder, die etwas Besonderes erleben oder leisten. Sie beginnen auch, Humor zu schätzen, der über reine Situationskomik hinausgeht. Viele Kinder können in dieser Phase bereits selbst lesen, schätzen aber weiterhin das Vorgelesen-bekommen.
Ältere Kinder (10-12 Jahre):
Kinder am Ende der Grundschulzeit und in der frühen Pubertät haben oft ambivalente Gefühle zu Weihnachtsgeschichten. Sie sind "zu alt" für Kinderkram, aber noch nicht bereit, die Magie ganz loszulassen. Geschichten für diese Altersgruppe funktionieren am besten, wenn sie intelligente Handlungen bieten, vielleicht etwas Mystery oder Abenteuer enthalten und nicht zu "niedlich" sind. Sie schätzen auch Geschichten, die kritische Fragen stellen, Traditionen hinterfragen oder verschiedene Perspektiven auf Weihnachten zeigen. Humor wird wichtiger, darf auch ironisch sein. Viele Kinder dieses Alters lesen lieber selbstständig als vorgelesen zu bekommen, aber ein gemeinsames Leseerlebnis kann immer noch wertvoll sein, wenn es altersgerecht gestaltet wird.
Individuelle Unterschiede beachten:
Diese Altersangaben sind Richtwerte. Kinder entwickeln sich unterschiedlich schnell. Manche Vierjährige verstehen bereits Geschichten, die für Sechsjährige gedacht sind, während manche Siebenjährige noch einfachere Geschichten bevorzugen. Auch die Erfahrung mit Büchern spielt eine Rolle - Kinder, denen viel vorgelesen wurde, verstehen oft komplexere Geschichten als gleichaltrige, die weniger Bucherfahrung haben. Beobachte das Kind: Zeigt es Interesse oder Langeweile? Stellt es Fragen oder schweift es ab? Diese Signale sind wichtiger als jede Altersempfehlung.
Vorlesekompetenz entwickeln und fördern
Vorlesen ist mehr als nur das Ablesen von Text. Es ist eine Kunstform, die erlernt und verfeinert werden kann. Gutes Vorlesen bereichert das Geschichtenerlebnis erheblich und trägt zur sprachlichen und emotionalen Entwicklung des Kindes bei.
Dialogisches Lesen:
Diese Methode verwandelt das Vorlesen in ein Gespräch. Statt nur vorzulesen, stellst Du Fragen: Was siehst Du auf dem Bild? Was könnte jetzt passieren? Wie fühlt sich die Person? Das Kind wird vom passiven Zuhörer zum aktiven Teilnehmer. Diese Interaktion fördert Sprachentwicklung, Verständnis und kritisches Denken. Anfangs mögen die Antworten kurz sein, aber mit der Zeit werden Kinder elaborierter erzählen. Wichtig ist, jede Antwort wertzuschätzen und darauf aufzubauen. Wenn ein Kind sagt "Der ist traurig", kannst Du nachfragen: "Warum könnte er traurig sein?" So entwickelst Du gemeinsam mit dem Kind ein tieferes Verständnis der Geschichte.
Emotionale Modulation:
Kinder lernen emotionale Intelligenz auch durchs Vorlesen. Wenn Du mit Deiner Stimme Emotionen transportierst - Freude, Traurigkeit, Aufregung, Angst - lernt das Kind, diese Emotionen zu erkennen und zu benennen. Übertreibe ruhig ein wenig, besonders bei jüngeren Kindern. Eine ängstliche Stimme, wenn in der Geschichte jemand sich fürchtet, eine jubelnde Stimme bei fröhlichen Momenten - diese stimmlichen Variationen machen die Geschichte lebendig und helfen dem Kind, die emotionale Landschaft der Erzählung zu navigieren. Gleichzeitig siehst Du am Gesicht des Kindes, welche Emotionen es selbst empfindet, und kannst darauf reagieren.
Vorlesen als Ritual:
Regelmäßigkeit ist wertvoll. Wenn Vorlesen ein tägliches Ritual wird - etwa vor dem Schlafengehen oder nach dem Mittagessen - entsteht eine Routine, die dem Kind Sicherheit gibt. Es weiß, was kommt, und kann sich darauf freuen. Diese Vorhersehbarkeit ist besonders in der manchmal hektischen Weihnachtszeit beruhigend. Das Ritual markiert einen festen Punkt im Tag, an dem alles andere warten muss. Diese ungeteilte Aufmerksamkeit ist für Kinder kostbar. Selbst wenn der Tag chaotisch war, gibt es diesen Moment der Ruhe und Verbindung.
Pausen und Verarbeitungszeit:
Kinder brauchen Zeit, um Gehörtes zu verarbeiten. Lies nicht zu schnell und mache nach wichtigen Passagen Pausen. Schau das Kind an, gib ihm Raum zu reagieren. Manche Kinder wollen sofort etwas sagen, andere brauchen einen Moment. Diese Pausen sind keine verlorene Zeit, sondern essentiell für das Verstehen. In der Stille kann das Kind das Gehörte mit eigenen Erfahrungen verbinden, Fragen formulieren oder einfach die Emotion spüren. Dränge nicht zur Fortsetzung, wenn das Kind noch bei einem bestimmten Moment verweilt.
Körperliche Nähe:
Die physische Nähe beim Vorlesen ist wichtig. Ob das Kind auf dem Schoß sitzt, neben Dir kuschelt oder ihr gemeinsam auf dem Bett liegt - diese Nähe vermittelt Geborgenheit und Sicherheit. Sie sagt dem Kind: Du bist geliebt, Du bist wichtig, ich nehme mir Zeit für Dich. Diese nonverbale Botschaft ist mindestens so bedeutsam wie die Geschichte selbst. Gerade in der Weihnachtszeit, die manchmal stressig sein kann, bieten diese Momente der Nähe einen Ausgleich. Sie laden die emotionalen Batterien von Eltern und Kindern wieder auf.
Buchauswahl gemeinsam treffen:
Lass das Kind mitentscheiden, welche Geschichte vorgelesen wird. Diese Autonomie ist wichtig. Auch wenn das Kind zum zehnten Mal dieselbe Geschichte hören möchte, respektiere diese Wahl. Wiederholung ist für Kinder nicht Langeweile, sondern Vertiefung. Beim wiederholten Hören entdecken sie neue Details, verstehen Zusammenhänge besser und fühlen sich sicher, weil sie wissen, was kommt. Diese Vorhersehbarkeit gibt ihnen Kontrolle in einer Welt, in der sie sonst wenig zu bestimmen haben.
Technische Hilfsmittel sinnvoll einsetzen:
Hörbücher und digitale Geschichten können das Vorlesen ergänzen, aber nicht vollständig ersetzen. Sie sind hilfreich für lange Autofahrten oder wenn Eltern heiser sind, aber die persönliche Vorlesezeit bleibt unersetzlich. Wenn Du digitale Medien nutzt, mache es gemeinsam - höre mit dem Kind zusammen zu, sprich danach über die Geschichte. So wird auch die Mediennutzung zu einem gemeinsamen Erlebnis statt zu einer isolierten Beschäftigung.
Wie Kinder Geschichten verarbeiten und verstehen
Das kindliche Gehirn verarbeitet Geschichten anders als das erwachsene. Zu verstehen, wie Kinder Erzählungen aufnehmen und verarbeiten, hilft bei der Auswahl und Präsentation von Weihnachtsgeschichten.
Konkret-bildliches Denken:
Jüngere Kinder denken primär in Bildern, nicht in abstrakten Konzepten. Wenn eine Geschichte von "Großzügigkeit" spricht, verstehen sie das abstrakte Konzept nicht. Aber wenn die Geschichte zeigt, wie jemand sein letztes Brot mit einem Hungrigen teilt, können sie das verstehen. Gute Kindergeschichten übersetzen abstrakte Werte in konkrete Handlungen. Sie zeigen statt zu erklären. Diese Konkretheit ist kein Mangel an Intelligenz, sondern eine entwicklungsbedingte Art des Denkens, die erst mit zunehmendem Alter abstrakter wird.
Egozentrisches Weltverständnis:
Kinder, besonders jüngere, beziehen alles auf sich selbst. Wenn in einer Geschichte ein Kind traurig ist, fragen sie sich: Wann war ich traurig? Diese egozentrische Perspektive ist normal und wichtig für die Identitätsentwicklung. Geschichten helfen Kindern, ihre eigenen Erfahrungen zu verstehen, indem sie sie in den Erlebnissen der Charaktere gespiegelt sehen. Eine Geschichte über ein Kind, das Angst vor der Dunkelheit hat, hilft dem zuhörenden Kind, seine eigene Angst zu verarbeiten. Es lernt: Andere haben auch Angst, ich bin nicht allein damit.
Magisches Denken:
Für jüngere Kinder verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fantasie. Der Weihnachtsmann, sprechende Tiere, fliegende Rentiere - all das ist für sie möglich und real. Dieses magische Denken ist entwicklungspsychologisch normal und wertvoll. Es ermöglicht Kreativität und Fantasie. Weihnachtsgeschichten können und sollten diese Magie nutzen. Sie dürfen wunderbar und märchenhaft sein. Mit zunehmendem Alter beginnen Kinder, Realität und Fantasie zu trennen, aber in der Kindheit hat das Magische seinen berechtigten Platz und sollte nicht vorschnell durch rationale Erklärungen zerstört werden.
Emotionale Resonanz und Spiegelung:
Kinder erleben die Emotionen der Charaktere mit großer Intensität. Sie freuen sich, wenn der Charakter sich freut, und sind traurig, wenn etwas Trauriges passiert. Diese emotionale Resonanz ist stärker als bei Erwachsenen, die eine größere Distanz zur Geschichte wahren können. Für Kinder ist die Geschichte, während sie sie hören, real und gegenwärtig. Diese Intensität erklärt, warum Kinder manchmal weinen oder sich fürchten bei Geschichten. Es erklärt auch die therapeutische Kraft von Geschichten - Kinder können durch Geschichten Emotionen erleben und verarbeiten in einem sicheren Rahmen.
Moralisches Verständnis:
Kinder entwickeln moralisches Verständnis schrittweise. Jüngere Kinder denken in Kategorien von "gut" und "böse", ohne viele Grautöne. Charaktere sind entweder ganz gut oder ganz schlecht. Mit zunehmendem Alter verstehen sie, dass Menschen komplex sind und sowohl gute als auch schlechte Eigenschaften haben können. Weihnachtsgeschichten können diese moralische Entwicklung unterstützen, indem sie altersgerechte moralische Dilemmata präsentieren. Für jüngere Kinder sind klare moralische Geschichten hilfreich, für ältere dürfen es komplexere ethische Fragen sein.
Narrative Kompetenz entwickeln:
Durch das Hören von Geschichten lernen Kinder, selbst Geschichten zu erzählen. Sie verstehen zunehmend, wie Geschichten aufgebaut sind - dass sie einen Anfang, eine Mitte und ein Ende haben, dass es ein Problem gibt und eine Lösung, dass Charaktere Ziele verfolgen und Hindernisse überwinden. Diese narrative Kompetenz ist wichtig weit über das Geschichtenerzählen hinaus. Sie hilft Kindern, ihr eigenes Leben als Erzählung zu verstehen, Ursachen und Wirkungen zu erkennen und Erfahrungen zu strukturieren und zu verstehen.
Weihnachtsgeschichten in verschiedenen Medienformaten
Weihnachtsgeschichten für Kinder existieren heute in vielfältigen Medienformaten. Jedes Format hat spezifische Vor- und Nachteile und eignet sich für unterschiedliche Situationen und Entwicklungsstufen.
Das klassische Bilderbuch:
Bilderbücher sind für jüngere Kinder das ideale Medium. Die Kombination aus Text und Illustration unterstützt das Verstehen. Kinder können die Bilder studieren, Details entdecken und ihre eigenen Geschichten zu den Bildern erfinden. Hochwertige Bilderbuchillustration ist Kunst, die Kindern ästhetisches Empfinden vermittelt. Das physische Buch hat haptische Qualität - Kinder können Seiten umblättern, zurückblättern, auf Dinge zeigen. Diese Interaktivität ist wichtig für das Engagement. Zudem hat das Bilderbuch keinen Bildschirm, was gerade in der mediengesättigten Gegenwart ein Vorteil sein kann.
Vorlesebücher ohne Illustrationen:
Für ältere Kinder sind Bücher ohne oder mit wenigen Illustrationen geeignet. Diese fordern die Vorstellungskraft stärker - Kinder müssen sich die Szenen selbst ausmalen. Das trainiert Fantasie und inneres Bilddenken. Längere Geschichten, die über mehrere Abende vorgelesen werden, schaffen Spannung und Kontinuität. Das Kind freut sich darauf zu erfahren, wie es weitergeht. Diese mehrteiligen Vorleseerlebnisse sind besonders in der Adventszeit schön - jeden Abend ein Kapitel der Weihnachtsgeschichte, bis sie am Heiligen Abend endet.
Hörbücher und Hörspiele:
Professionell eingesprochene Hörbücher bieten eine ganz eigene Qualität. Erfahrene Sprecher modulieren meisterhaft, Hörspiele arbeiten mit Geräuschen und Musik. Diese auditive Reichhaltigkeit kann fesselnd sein. Hörbücher sind praktisch für Situationen, in denen Vorlesen nicht möglich ist - im Auto, beim Aufräumen, vor dem Einschlafen wenn die Eltern nicht da sein können. Der Nachteil ist die fehlende Interaktion und Flexibilität - man kann nicht so leicht Pausen machen, Fragen stellen oder auf das individuelle Tempo des Kindes eingehen. Hörbücher sollten das persönliche Vorlesen ergänzen, nicht ersetzen.
E-Books und Apps:
Digitale Geschichten auf Tablets oder E-Readern bieten neue Möglichkeiten - interaktive Elemente, Animationen, eingebaute Wörterbücher. Manche Kinder finden diese Technologie ansprechend. E-Reader ohne Hintergrundbeleuchtung sind augenfreundlicher als Tablets. Der Vorteil ist die Portabilität - hunderte Bücher in einem Gerät. Der Nachteil ist die Bildschirmzeit und mögliche Ablenkung durch andere Apps. Zudem fehlt die haptische Qualität des physischen Buches. E-Books können eine Ergänzung sein, besonders auf Reisen, sollten aber für jüngere Kinder nicht die Hauptquelle für Geschichten sein.
Filme und Animationen:
Viele Weihnachtsgeschichten existieren als Filme oder Animationsserien. Diese sind oft wunderschön gestaltet und für Kinder faszinierend. Sie bieten ein komplettes audiovisuelles Erlebnis. Der Vorteil ist die emotionale Kraft bewegter Bilder und Musik. Der Nachteil ist die Passivität - das Kind konsumiert nur, ohne selbst aktiv zu werden. Zudem ist die Geschwindigkeit vorgegeben, es gibt keine Zeit zum Innehalten und Nachdenken. Filme sollten bewusst ausgewählt und gemeinsam angeschaut werden, mit Gesprächen danach. Sie sind eine schöne Ergänzung, können aber die Vorleseerfahrung nicht vollständig ersetzen.
Theaterstücke und Live-Erzählungen:
Weihnachtsgeschichten als Theaterstück oder durch professionelle Geschichtenerzähler live erlebt zu haben, ist für Kinder ein besonderes Ereignis. Die Unmittelbarkeit, die Dreidimensionalität, die Atmosphäre eines echten Raumes mit echten Menschen - das schafft Erinnerungen. Viele Städte bieten in der Adventszeit Kindertheater mit Weihnachtsthemen. Diese Ausflüge können zu geschätzten Familientraditionen werden. Die Geschichte wird zum gemeinsamen Erlebnis, über das noch lange gesprochen werden kann.
Ausgewogenheit finden:
Ideal ist eine Mischung verschiedener Formate. Das persönliche Vorlesen sollte die Basis sein, ergänzt durch Hörbücher für bestimmte Situationen, gelegentliche Filme oder Theaterbesuche als besondere Ereignisse. Diese Vielfalt spricht verschiedene Sinne an und sorgt für Abwechslung, während gleichzeitig die besondere Qualität des persönlichen Vorlesens gewahrt bleibt.
Weihnachtsgeschichten als Ausgangspunkt für kreative Aktivitäten
Weihnachtsgeschichten können mehr sein als Unterhaltung. Sie können Ausgangspunkt für vielfältige kreative Aktivitäten werden, die das Geschichtenerlebnis vertiefen und verschiedene Entwicklungsbereiche fördern.
Malen und Zeichnen:
Nach dem Hören einer Geschichte können Kinder ihre Lieblingsszene malen. Diese künstlerische Verarbeitung hilft, das Gehörte zu festigen und die eigene Vorstellung zu konkretisieren. Jüngere Kinder malen vielleicht nur grobe Formen und Farben, ältere detaillierte Szenen. Der künstlerische Ausdruck ist individuell und sollte ohne Bewertung geschehen. Manche Kinder malen die Geschichte anders als sie erzählt wurde - das ist kein Fehler, sondern zeigt ihre eigene Interpretation. Diese Bilder können gesammelt werden und ergeben am Ende der Adventszeit eine persönliche Galerie.
Nachspielen und Rollenspiele:
Kinder lieben es, Geschichten nachzuspielen. Sie schlüpfen in die Rollen der Charaktere, erfinden Dialoge, spielen Szenen nach oder erfinden neue. Dieses Rollenspiel ist kognitiv und emotional sehr wertvoll. Kinder verarbeiten dabei die Geschichte, experimentieren mit verschiedenen Handlungsverläufen und entwickeln Empathie, indem sie verschiedene Perspektiven einnehmen. Eltern können mitspielen oder als Publikum fungieren. Einfache Kostüme aus Decken, Tüchern oder Bastelkarton erhöhen den Spaß, sind aber nicht notwendig - die Fantasie der Kinder reicht meist aus.
Eigene Geschichten erfinden:
Inspiriert von gehörten Geschichten können Kinder eigene Weihnachtsgeschichten erfinden. Jüngere Kinder erzählen sie mündlich, ältere schreiben sie auf oder diktieren sie. Diese Geschichten müssen nicht perfekt oder kohärent sein - es geht um den kreativen Prozess. Manche Kinder erzählen Variationen bekannter Geschichten, andere erfinden völlig neue. Diese selbstgeschaffenen Geschichten sind kostbare Dokumente der kindlichen Fantasie und sollten wertgeschätzt und aufbewahrt werden. Sie zeigen, wie das Kind die Welt sieht und welche Themen es beschäftigen.
Basteln von Requisiten:
Aus der Geschichte bekannte Gegenstände nachzubasteln, macht Spaß und fördert Feinmotorik. Ein Weihnachtsbaum aus Papier, Geschenke aus kleinen Schachteln, Figuren aus Pappe - die Möglichkeiten sind endlos. Diese gebastelten Objekte können dann im Rollenspiel verwendet oder als Dekoration aufgestellt werden. Der Prozess des Bastelns ist oft wichtiger als das Ergebnis. Kinder lernen, mit Materialien umzugehen, Probleme zu lösen wenn etwas nicht klappt und Geduld zu üben. Gemeinsames Basteln ist auch Qualitätszeit mit den Eltern.
Musikalische Umsetzung:
Geschichten können auch musikalisch umgesetzt werden. Kinder erfinden Lieder über die Charaktere, suchen passende Musikstücke aus dem Familienbestand aus oder machen Geräusche zur Untermalung. Mit einfachen Instrumenten - selbstgemachten Rasseln, Trommeln oder Glöckchen - kann eine Geschichte vertont werden. Diese musikalische Kreativität spricht andere Gehirnareale an als verbale oder bildnerische und ermöglicht Kindern einen weiteren Zugang zur Geschichte.
Kochen und Backen:
Wenn in einer Geschichte bestimmte Speisen vorkommen, können diese nachgebacken oder gekocht werden. Plätzchen wie in der Geschichte, ein Kuchen, oder eine Mahlzeit. Diese kulinarische Aktivität macht die Geschichte sinnlich erfahrbar. Der Duft, der Geschmack - all das verbindet sich mit der Erinnerung an die Geschichte. Zudem lernen Kinder beim Kochen und Backen praktische Fähigkeiten und können stolz auf ihr selbstgeschaffenes Werk sein.
Besuche realer Orte:
Manche Geschichten spielen an Orten, die man besuchen kann - ein Weihnachtsmarkt, ein Wald, eine Kirche. Ein Ausflug zu einem solchen Ort nach dem Lesen der Geschichte vertieft das Erlebnis. Kinder können sehen: So sieht das in echt aus. Sie verbinden die fiktionale Geschichte mit der realen Welt. Diese Verknüpfung ist kognitiv wertvoll und macht sowohl die Geschichte als auch den realen Ort bedeutsamer.
Umgang mit schwierigen Themen in kindlichen Weihnachtsgeschichten
Nicht alle Weihnachtsgeschichten sind leicht und fröhlich. Manche thematisieren Verlust, Armut, Einsamkeit oder andere schwierige Realitäten. Die Frage ist: Sollten Kinder solchen Themen in Geschichten begegnen, und wenn ja, wie?
Schutz versus Vorbereitung:
Eltern möchten Kinder vor Leid schützen. Gleichzeitig ist es unrealistisch und letztlich nicht hilfreich, Kinder völlig von schwierigen Realitäten abzuschirmen. Das Leben enthält nicht nur Freude, sondern auch Trauer, nicht nur Fülle, sondern auch Mangel. Geschichten können einen sicheren Rahmen bieten, in dem Kinder diesen Realitäten in dosierter Form begegnen. Sie lernen, dass schwierige Gefühle existieren, dass andere Menschen leiden und dass es Wege gibt, damit umzugehen. Diese Vorbereitung ist wertvoller als völlige Abschirmung, die Kinder unvorbereitet lässt, wenn sie selbst schwierigen Situationen begegnen.
Altersgerechte Dosierung:
Die Dosis macht das Gift. Für Dreijährige ist eine Geschichte über den Tod vielleicht zu viel, während Achtjährige sie verarbeiten können. Die Darstellung sollte kindgerecht sein - nicht grafisch, nicht überwältigend, aber auch nicht beschönigend. Eine Geschichte kann zeigen, dass jemand gestorben ist und dass die Hinterbliebenen traurig sind, ohne traumatisierende Details zu schildern. Sie kann zeigen, dass eine Familie arm ist, ohne voyeuristisch zu werden. Die Kunst liegt darin, ehrlich zu sein ohne zu überfordern.
Begleitung und Gesprächsbereitschaft:
Schwierige Geschichten sollten nie allein konsumiert werden. Sei da, wenn das Kind die Geschichte hört oder liest. Beobachte seine Reaktionen. Manche Kinder zeigen ihre Betroffenheit offen, andere verarbeiten still. Nach der Geschichte sollte Raum für Gespräche sein. Frage nicht aufdringlich, aber signalisiere Offenheit: Wenn Du über die Geschichte sprechen möchtest, bin ich da. Manche Kinder sprechen sofort, andere brauchen Zeit. Manche verarbeiten durch Spielen, Malen oder Träumen. Respektiere den individuellen Verarbeitungsstil des Kindes.
Hoffnung und Bewältigungsstrategien:
Schwierige Kindergeschichten sollten nicht hoffnungslos enden. Sie müssen nicht zwingend happy enden, aber sie sollten zeigen, wie Menschen mit Schwierigkeiten umgehen. Wie findet jemand Trost? Wer hilft? Welche Ressourcen gibt es? Diese Modelle der Bewältigung sind wertvoll. Ein Kind lernt: Wenn etwas Schlimmes passiert, ist man nicht hilflos. Es gibt Strategien, es gibt Unterstützung. Diese Botschaft ist wichtiger als ein unrealistisch glückliches Ende.
Eigene Erfahrungen verarbeiten:
Manche Kinder haben selbst schwierige Erfahrungen gemacht - einen Verlust erlebt, Armut erfahren, Ausgrenzung gespürt. Für sie können Geschichten, die ähnliche Themen behandeln, besonders wertvoll sein. Sie sehen: Andere haben auch so etwas erlebt. Ich bin nicht allein. Die Geschichte kann helfen, eigene Gefühle zu benennen und zu verstehen. Allerdings ist Vorsicht geboten - eine Geschichte, die zu nah an der eigenen Verletzung ist, kann retraumatisieren statt zu helfen. Hier ist Fingerspitzengefühl nötig.
Unterschiedliche Realitäten zeigen:
Geschichten, die verschiedene Lebensrealitäten zeigen - reiche und arme Familien, vollständige und getrennte, gesunde und kranke - fördern Empathie und soziales Bewusstsein. Kinder aus privilegierten Verhältnissen lernen, dass nicht alle so leben wie sie. Kinder aus schwierigen Verhältnissen sehen sich repräsentiert und fühlen sich weniger allein. Diese Vielfalt in Geschichten ist wichtig für eine inklusive Gesellschaft. Sie lehrt, dass Menschen verschieden leben und dass alle Würde und Respekt verdienen.
Professionelle Unterstützung nutzen:
Wenn ein Kind sehr stark auf schwierige Themen in Geschichten reagiert - anhaltende Ängste entwickelt, Albträume hat, sich verändert - kann das ein Zeichen dafür sein, dass professionelle Unterstützung hilfreich wäre. Kinderpsychologen oder -therapeuten können helfen, schwierige Themen zu verarbeiten. Es ist keine Schwäche, solche Hilfe zu suchen, sondern ein Zeichen verantwortungsvoller Elternschaft. Geschichten sind mächtig, und manchmal braucht es Expertise, um ihre Wirkungen zu verstehen und zu bearbeiten.